Berdansharps Military Mod. 1859 im Kaliber .54

 

Die beliebte Waffe der US - Scharfschützen. Eine Sharps Military Dreibandmuskete im Kaliber .54 mit Patchbox und Stecherabzug. Besonders interessant ist das Messingteleskopfernrohr mit 4facher Vergrößerung, welches dem Original nachempfunden wurde. Genaue Angaben zur Waffe und dem Schussverhalten gibt's später nach gründlicher Testphase. 

 

Erstes Testschießen:

 

Die Waffe justieren und in Anschlag bringen...

 

Ziel aufnehmen, Stecher durchziehen und ganz langsam abdrücken...

 

Die Waffe drückt und faucht wie der Kessel einer Dampflok. Der Grund: Eine starke Ladung von etwa 60 grains Schwarzpulver, sowie die Fixierung der Hülse im Patronenlager, lassen Pulvergase explosionsartig direkt am Fallblock nach oben entweichen. Hier ist Vorsicht geboten. Die Dichtung am Fallblock muss auf jeden Fall nachgearbeitet werden. Ich konnte erahnen, welche Schwierigkeiten die Soldaten im US - Bürgerkrieg mit den ansonst so beliebten Sharps hatten. Denn auch im Original führt ein kleiner Spalt zwischen Patronenlager und Fallblock zwangsläufig zu ausströmenden Gasen nach oben und nach hinten!

 

Das Resultat: dicke Schmauchspuren am Messingzielfernrohr zeugen von den enormen Auswirkungen des Schwarzpulvers.

 

FAZIT: Die Sharps Pedersoli Model Military (Berdan) verfeuert mit der entsprechenden Ladung zuverlässig Bleigeschoss für Bleigeschoss ins Ziel. Das Problem mit der Gasabdichtung ist nicht neu. Mit den entsprechenden Nacharbeiten müsste dieses, zugegeben recht unangenehme Manko, zu beheben sein. Mehr dazu später.

 

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