Franz Sigel

Franz Sigel wurde am 18. November 1824 in Sinsheim als Sohn des Oberamtmannes geboren. Von 1838 bis 1840 besuchte er das Gymnasium in Bruchsal, später kam er an die Kadettenschule in Karlsruhe. Hier graduierte er im Jahre 1843 mit dem Patent eines Unterleutnants. Bald darauf trat Sigel seinen Dienst im 4. badischen Infanterieregiment in Mannheim an. Bereits im Jahre 1847 musste Sigel seinen Abschied nehmen, nachdem er sich duelliert hatte und in die revolutionären Ereignisse der damaligen Zeit verstrickt worden war. Franz Sigel organisierte ein etwa 500 Mann starkes Freicorps und schloss sich dem berühmten Heckerzug an. Er avancierte rasch zu einem der führenden Köpfen der Revolution. Als Oberbefehlshaber der revolutionären Truppen besiegte er die konterrevolutionären preußischen Truppen bei Waghäusel am 20. Juni 1849. Nach dem Scheitern der Revolution flüchtete Sigel über die Schweiz (wo er ausgewiesen wurde) nach London. Im Mai 1852 reiste er von hier nach Amerika. Vier Jahre später hatte er bereits eine Anstellung als Geschichts- und Mathematiklehrer. Mit Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges organisierte er im Rang eines Oberst ein Unionsregiment. Rasch avancierte er zum Brigade-, später zum Generalmajor im Heer. Im Juni 1862 übernahm er den Oberbefehl über das gut zur Hälfte aus deutschen Einwanderern bestehende XI. Unionscorps. Aufgrund seiner militärischen Mittelmäßigkeit und den ständigen Rangeleien mit der angloamerikanischen Generalität, nahm Franz Sigel  am 4. Mai 1865 seinen endgültigen Abschied vom Militär. Bis zu seinem Tode gab er mehrere Zeitungen heraus, darunter den Baltimore Wecker und die New York Monthly. Franz Sigel starb am 22. August 1902 in New York City. 

 

 

 

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