Medal of Honor - Tapferkeitsmedaille

 

Die Idee einer militärischen Ehrung einfacher Soldaten für besondere persönliche Tapferkeit wurde bereits zu Beginn des Bürgerkrieges geboren. Anfangs für die Marinesoldaten konzipiert, setzte sich die militärische Auszeichnung mit der Medal of Honor ab Juli 1862 auch für die Landstreitkräfte durch. Zu verdanken war dies dem Senator James W. Grimes (1816-1872) aus Iowa, der bereits im Februar 1862 die Dekorierung für die Unionsstreitkräfte mit der Medal of Honor anregte. Während des Amerikanischen Bürgerkrieges erhielten 1520 Soldaten und Matrosen der Unionsarmee die hohe militärische Auszeichnung. Soweit feststellbar, befanden sich wenigstens 67 in Deutschland geborene Soldaten unter den Aspiranten, die für ihren persönlichen Mut und für ihre Tapferkeit ausgezeichnet wurden. Die nachfolgende Aufstellung soll einen Überblick vermitteln. Aufgrund der Schwierigkeiten eindeutiger ethnischer Zuordnung muss die Liste jedoch unvollständig bleiben.

Wilhelm Archinal (Bild) wurde am 3. Juni 1840 in Hessen geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Corporal der I Kompanie im 30. Infanterieregiment aus Ohio. Während der Vicksburg Feldzüge von März bis Juli 1863 beteiligte sich Corporal Archinal an mehreren Sturmangriffen auf die gegnerischen Stellungen. Unter schwerstem Abwehrfeuer der Konföderierten marschierte Archinal am 22. Mai 1863 seinen Männern voran. Am 10. Juli 1894 wurde er dafür vom Kongress mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Wilhelm Archinal starb am 10. Mai 1919 und wurde in Trenton, New Jersey, beerdigt.

Friedrich A. Ballen wurde am 11. August 1843 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private im 47. Infanterieregiment aus Ohio. Während der Belagerung von Vicksburg schlich sich privat Ballen mit weiteren Freiwilligen in der Nacht vom 3. zum 4. Mai 1863 an die feindliche Artilleriestellungen heran, und machte einige der Geschütze unbrauchbar. Friedrich A. Ballen starb am 27. April 1916 und wurde in Carleton, Mississippi, beerdigt.

Karl Bieger wurde am 25. März 1844 in Wiesbaden geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private der D Kompanie in der 4. Missouri Kavallerie. Während der Gefechte in der Nähe von Ivy Farm, Mississippi, am 22. Februar 1864, rettete private Bieger unter Lebensgefahr sein Hauptmann aus der Umklammerung des Feindes. Karl Bieger starb am 10. August 1930 im Alter von 86 Jahren. Er wurde in St. Louis, Missouri, begraben.

Karl Blücher

Nicholas Boquet (Bild) kam am 14. November 1842 im bayerischen Landau zur Welt. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als einfacher private in der D Kompanie der 1. Iowa Infanterie. In der Schlacht bei Wilson Creek am 10. August 1861, schnappte sich private Boquet kurzerhand ein reiterloses Pferd und rettete durch seine wagehalsige Aktion ein Geschütz vor der Übernahme durch den Feind. Am 16. Februar 1897 erhielt er dafür die militärische Auszeichnung medal of honar. Nicholas Boquet starb am 27. Dezember 1912 und wurde in Burlington, Iowa, beerdigt.

August F. Bronner wurde 1835 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private in der C Batterie des 1. New Yorker Artillerie Regimentes. Trotz schwerer Verwundung blieb Bronner während der Schlacht von White Oak Swamp, Virginia, am 30. Juni 1862, bei seiner Batterie und bediente die Geschütze. August Bronner starb am 31. Oktober 1893 und wurde in Newark, New Jersey, beerdigt.

Abraham Cohn (Bild) wurde 1832 in Schlesien geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Hauptfeldwebel in der 6. New Hampshire Infanterie. Während der Wilderness Feldzüge im Mai 1864 sammelte er die zurückströmenden Unionseinheiten und führte sie zurück gegen den Feind. Ein ähnliches Verhalten zeigte Cohn bei der Belagerung von Petersbug, wo er sich durch seine Kaltblütigkeit im Schlachtgetümmel auszeichnete. Am 24. August 1865 erhielt er dafür die Tapferkeitsmedaille. Abraham Cohn starb am 2. Juni 1897 und wurde in Brooklyn, New York, beigesetzt.

Hubert Dilger

August Dorley wurde 1842 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private in der B Kompanie der 1. Louisiana Kavallerie. In der Schlacht von Mount Pleasant, Alabama, am 11. April 1865, machte private Dorley trotz großer persönlicher Gefahr, einen Gefangenen. August Dorley starb am 17. Oktober 1867 und wurde auf dem Friedhof von Natchez, MS, beigesetzt.

Richard Enderlin (Bild) wurde am 11. Januar 1843 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Musiker der B Kompanie im 73. Regiment aus Ohio. Während der Schlacht von Gettysburg beteiligte sich Enderlin an den Gefechten, indem er die Waffe eines verwundeten Soldaten handhabte. Kurze Zeit später rettete er einen verwundeten Kameraden und zog ihn vom Schlachtfeld zurück in die Verschanzung. Der verwundete, aber dankbare Soldat war George Nixon, der Urgroßvater von Richard M. Nixon, ein späterer Präsident der Vereinigten Staaten. Richard Enderlin starb am 11. Februar 1930 und wurde in Chillicothe, Ohio, beerdigt.

Frank E. Fesq wurde am 4. April 1840 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private in der A Kompanie des 40. Infanterieregimentes aus New Jersey. Während der Belagerung von Petersburg, Virginia, gelang es private Fesq am 2. April 1865 die Fahne der 18. North Carolina Infanterie zu erbeuten. Frank Fesq starb am 9. Mai 1920 im Alter von 80 Jahren und wurde auf dem Friedhof Orange, New Jersey, beigesetzt.

Friedrich W. Fout (Bild) wurde 1840 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als 2. Leutnant in der 15. Leichten Indiana Artillerie. In der Schlacht von Harpers Ferry, am 15. September 1862, meldete sich Leutnant Fout freiwillig für die heikle Aufgabe, die Kanonen in Stellung zu bringen, obwohl der befehlshabende Offizier sich bereits zurückgezogen hatte. Es gelang Fout und seinen Männern den Beschuss dermaßen zu forcieren, dass die Konföderierten Einheit schließlich aufgaben und in Gefangenschaft gerieten. Fout konnte am 2. November 1896 die Tapferkeitsmedaille entgegen nehmen. Friedrich W. Fout starb am 6. Juni 1905 und wurde in St. Louis, Missouri, beigesetzt.

Heinrich Fox wurde am 3. Oktober 1833 in Reutlingen, Württemberg, geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er anfangs als Feldwebel, später als Hauptmann, der H Kompanie im 106. Infanterieregiment aus Illinois. In der Schlacht von Jackson, Tennessee, am 23. Dezember 1862, wurde das Regiment von überlegenen feindlichen Truppen eingeschlossen. Die Männer zogen sich in ihre Unterstände zurück in der Hoffnung, das mörderische Feuer zu überstehen. Ungeachtet dieser Gefahr verließ Feldwebel Fox den schützenden Unterstand und rannte quer über eine Bahnlinie, während sich der feindliche Beschuss auf ihn konzentriert hatte. Es gelang ihm, Verstärkung zu holen und seine eingeschlossenen Kameraden konnten aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Heinrich Fox starb am 3. September 1906 und wurde in Dwight, Illinois, beerdigt.

Martin Freeman wurde am 18. Mai 1814 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg heuerte er als Matrose auf der U.S.S. Hartford an. Während der mörderischen Kanonade in der Mobile Bay, Alabama, am 5. August 1864, blieb Matrose Freeman unbeeindruckt auf seinem Posten und dirigierte die föderierte Flotte in die Bucht, um hier die feindlichen Schiffe und Fortposten auszuschalten. Martin Freeman starb am 11. September 1894 und wurde in Pascagoula, Mississippi, beigesetzt.

Friedrich Fuger (Bild) wurde am 18. Juni 1836 in Württemberg geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Sergeant der A Batterie in der 4. US Artillerie. Während der Schlacht von Gettysburg übernahm Fuger das Kommando seiner Batterie, nachdem alle befehlshabenden Offiziere getötet oder verwundet worden waren. Die Batterie hielt stand und der Sturmangriff der Konföderierten (Picketts Charge) scheiterte blutig. Fuger trat später in die reguläre Armee ein und erhielt am 13. Februar 1899 seine Beförderung zum Major. Ein Jahr später ließ er sich in den Ruhestand versetzen. Friedrich Fuger erhielt die medal of honar am 24. August 1897 rückwirkend und starb am 13. Oktober 1913. Er wurde auf dem Arlington National Cemetery beigesetzt.

Wilhelm M. R. Grebe

Ignatz Gresser wurde am 15. August 1835 in Deutschland geboren. Während der Schlacht am Antietam, im September 1862, rettete trotz schwerem feindlichen Feuer, einem verwundeten Kameraden das Leben. Korporal Gresser starb am 1. August 1929 im Alter von 93 Jahren. Er wurde auf dem Friedhof von Allentown, Pennsylvania, beerdigt.

Georg M. Grueb wurde 1835 in Württemberg geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private in der E Kompanie des 158. Infanterieregimentes aus New York. In der Schlacht von Chapins Farm, Virginia, am 29. September 1864, stürmte private Grueb trotz schwerem Abwehrfeuers tapfer gegen den Feind vorwärts und verhalf dadurch den eigenen Truppen, die konföderierten Kräfte zu überwältigen. George M. Grueb starb am 26. September 1893 und wurde auf dem Friedhof Bath, New York, beigesetzt.

Johann Hack wurde am 26. November 1842 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private in der B Kompanie im 47. Infanterieregiment aus Ohio. In der Nacht des 3. Mai 1863 schlich sich Hack gemeinsam mit neun weiteren Freiwilligen, darunter Friedrich Ballen, in der Nähe von Vicksburg an feindliche Geschütze heran und machte einige davon unbrauchbar. Johann Hack starb am 29. März 1933 im Alter von 90 Jahren. Er wurde auf dem Friedhof von Trenton, Missouri, beigesetzt.

Heinrich A. Hammel wurde am 20. September 1840 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Hauptfeldwebel in der 1. Leichte Artillerie aus Missouri. Während der Gefechte am Grand Gulf, vom 28. bis 29. April 1863, trieb das U.S. Schiff "Cheeseman" manövrierunfähig in das Feuer des Feindes. Einige Freiwillige, darunter Heinrich Hammel, richteten ihre Geschütze auf die konföderierten Batterien, und bewahrten das Schiff vor der vollständigen Zerstörung. Heinrich A. Hammel starb am 29. November 1902 und wurde auf dem Bellefontaine Friedhof in St. Louis, Missouri, beerdigt.

Johann W. Hart (Bild) wurde am 30. Juli 1833 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Sergeant der D Kompanie im 6. Reserveregiment aus Pennsylvania. Hart gehörte zu den 63 später ausgezeichneten Unionssoldaten, die in der Schlacht von Gettysburg ihre Tapferkeit unter Beweis gestellt hatten. Sein Regiment geriet im Verlauf der Schlacht unter Feuer mehrere feindlicher Scharfschützen. Hart meldete sich kurzerhand gemeinsam mit 5 weiteren Freiwilligen und stürmte gegen den verschanzten Feind vor. Nach wenigen Metern gerieten die Unionssoldaten unter schweren Beschuss. Todesmutig ignorierten die Männer die Gefahr und rückten weiter vor. Es gelang ihnen, den Schuppen, in welchem die Scharfschützen lagen, zu stürmen und mit mehrerer Gefangenen erreichten alle 6 Freiwilligen Stunden später erschöpft aber unverletzt die eigenen Linien. Johann Hart erhielt am 3. August 1897 die Tapferkeitsmedaille. Er starb am 2. Juni 1908 und wurde in Cumberland, Maryland, beerdigt.

Heinrich Hoffman wurde am 3. Dezember 1836 in Württemberg geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Corporal in der M Kompanie des 2. Kavallerieregimentes aus Ohio. Während der Feldzüge von Deatonsville (Sailors Creek) vom 29. März bis 6. April 1865, erbeutete Heinrich Hoffman am letzten Schlachttag eine konföderierte Fahne. Heinrich Hoffmann starb am 8. Januar 1894 und wurde auf dem Old Joseph's Friedhof in Cincinnati, Ohio, beigesetzt.

Franz Irsch wurde am 4. Dezember 1840 in Saarburg, in der Nähe von Trier, geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Hauptmann in der 45. New Yorker Infanterie. Während der Schlacht von Gettysburg kam es wiederholt zu erbittert geführten Straßenschlachten. Am 1. Juli 1863 kommandierte Hauptmann Irsch vier Kompanien und konnte nach harter Gegenwehr 100 konföderierte Soldaten gefangen nehmen. Franz Irsch starb am 19. August 1906 und wurde auf dem Woodlawn Friedhof in Tampa, Florida, beerdigt.

Wilhelm F. John wurde am 23. Oktober 1844 in Deutschland geboren. Während der Belagerung von Vicksburg, vom 29. März bis 4. Juli 1863, gehörte private John zu den Unionseinheiten, die in gnadenlosen Sturmangriffen die Befestigung der Konföderierten erstürmen sollten. Am 23. Mai setzte sich Wilhelm John an die Spitze der Truppen und stürmte unter furchtbarem feindlichen Feuer unentwegt vorwärts. Wilhelm F. John starb am 29. August 1927 und wurde gemeinsam mit seiner Frau auf dem Prattsburg Friedhof von Macksville, Kansas, beerdigt.

Johann Kaiser wurde 1825 in Herzogenaurach, ganz in der Nähe von Erlangen, geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Feldwebel der E Batterie in der 2. US Artillerie. Kaiser erwarb die Tapferkeitsmedaille für sein unerschrockenes Verhalten in der Schlacht von Richmond (Sieben Tage Schlacht) am 27. Juni 1862. Er starb am 9. Januar 1894 und wurde auf dem Forest Lawn Friedhof in Buffalo, New York, beigesetzt.

Luther Kaltenbach wurde am 16. August 1843 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Feldwebel der F Kompanie im 12. Iowa Infanterieregiment. In der Schlacht von Nashville, Tennessee, am 16. Dezember 1864, erbeutete Kaltenbach trotz verbitterter Gegenwehr die Regimentsfahne der 44. Mississippi Infanterie. Luther Kaltenbach starb am 1. September 1922 und wurde auf dem Friedhof von Los Angeles, Kalifornien, beerdigt.

Peter Kappesser (Bild) wurde am 8. Januar 1839 in Heiligenmoschel, in der Nähe von Kaíserslautern, geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Corporal der B Kompanie im 149. Infanterieregiment aus New York. Während der Schlacht von Chattanooga überraschte Corporal Kappesser konföderierte Soldaten der Armee General Braggs. In einem wilden Handgemenge konnte Kappesser die feindliche Fahne erbeuten. Er trug sie den ganzen Tag unter seiner Jacke mit sich herum. Zurück auf dem Schlachtfeld rettete er einen verwundeten Kameraden und brachte ihn in Sicherheit. Am Abend benutzte er die erbeutete Fahne als Kopfkissen, um sie am nächsten Morgen seinem kommandieren Offizier zu übergeben. Am 28. Juni 1865 erhielt er für seine Tat die Tapferkeitsmedaille. Peter Kappesser starb am 31. Mai 1930 und wurde auf dem Woodlawn Cemetery, New York, beigesetzt.

August Kautz

Harry Kline wurde am 4. Oktober 1841 in Deutschland unter dem Namen Heinrich Klein geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Korporal im 40. Infanterieregiment aus New York. Während der Gefechte von Deatonsville (Sailors Creek), vom März bis April 1865, gelang es Corporal Klein, eine gegnerische Flagge zu erbeuten. Heinrich Klein starb am 5. Dezember 1901 und wurde in Syracuse, New York, beerdigt.

Karl H. Kloth

Johann Langbein wurde am 22. September 1845 in Deutschland geboren. In der Schlacht bei Camden, North Carolina, am 19. April 1862, rettete der Trommler Johann Langbein einem verwundeten Offizier das Leben, indem er unter heftigen Feuer medizinische Hilfe herbeirief. Johann Langbein starb am 28. Januar 1910 in New York und wurde in der Bronx beigesetzt.

Andreas Miller

Heinrich August Müller wurde am 22. März 1839 in Deutschland geboren. Während der Belagerung von Fort Blakely, Alabama, erbeutete Hauptmann Müller am 9. April 1865 die Regimentsfahne eines feindlichen Regimentes. Heinrich A. Müller starb am 12. Juni 1919 und wurde in Champaign, Illinois, beigesetzt.

Johann Müller wurde 1841 in Deutschland geboren. In der Schlacht bei Gettysburg stand er als Korporal in den Linien des 8. Ohio Infanterieregiments, als die Konföderierten unter General Pickett angriffen. An diesem 3. Juli 1863 gelang es Korporal Müller, die feindlichen Regimentsfahnen des 34. North Carolina Regiments und des 38. Virginia Regimentes zu erbeuten. Fast 200 Konföderierte gerieten in Gefangenschaft. Johann Müller starb am 11. Juni 1909 in Philadelphia, Pennsylvania.

Johann Müller wurde 1839 in Kurhessen, Deutschland, geboren. In der Schlacht von Waynesboro, Virginia, am 2. März 1865 erbeutete Soldat Müller eine konföderiete Fahne. Johann Müller starb am 8. März 1882. Er liegt in Champaign, Illinois, begraben.

George W. Mindil

Johann H. Nibbe wurde am 25. November 1847 in Deutschland geboren. Während des Gefechtes auf dem Yazoo River in Mississippi am 22. April 1864, geriet die U.S.S. Petrel unter starken feindlichen Beschuss. Ein Geschoss durchschlug plötzlich den Schiffsrumpf und brachte den Kessel zur Explosion. Viele der Mannschaften wurden getötet oder verletzt. Nachdem die restliche Mannschaft das Deck verlassen hatte, blieb Quartermaster Johann Nibbe bei den Verwundeten und stand ihnen trotz des mörderischen Beschusses bei. Johann Nibbe starb am 15. Juni 1902 und wurde in Bremerton, Washington, beerdigt.

Konrad Noll wurde am 20. Februar 1836 in Deutschland geboren. Während des blutigen Feldzuges in der Wildnis im Mai 1864, kam es am 12. Mai zum Höhepunkt. Nachdem alle Fahneträger im mörderischen Feuer des Feindes gefallen waren, ergriff Sergeant Noll die Regimentsfahne und trug sie todesmutig dem Feind weiter entgegen. Konrad Noll starb am 26. Mai 1925 in Ann Arbor, Miss. Er wurde auf dem Forest Hill Cemetery beigesetzt.

David Orbansky (Bild) wurde 1843 in Preussen geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als private in der B Kompanie des 58. Infanterieregimentes aus Ohio. In der Schlacht von Shiloh 1862 und während der Belagerung von Vicksburg 1863 tat er sich in einem Maße hervor, dass ihm am 2. August 1879 die Tapferkeitsmedaille verliehen wurde. David Orbansky starb am 22. Januar 1897. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof von Cincinnati, Ohio, beerdigt.

Joseph Pesch wurde am 18. Juli in Großleiten (ehem. preußisches Gebiet) geboren. In den Gefechten am 28. und 29. April 1863 auf dem Mississippi Fluss wurde das Unionsdampfschiff "Cheeseman" durch starken Beschuss manövrierunfähig. Einige US Artilleristen der 1. Leichten Artillerie brachten daraufhin Munition und weitere Ausrüstungsgegenstände des Schiffes in Sicherheit. Unter den Soldaten befanden sich Heinrich Hammel und Joseph Pesch. Joseph Pesch starb am 11. Oktober 1903 in St. Louis, Missouri. Er wurde auf dem Bellefontaine Cemetery beigesetzt.

Friedrich Phisterer (Bild) wurde am 11. Oktober 1836 in Württemberg geboren. Als Kind kam er nach Amerika. Hier meldete er sich im Dezember 1855 zur 3. Artillerie. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Oberleutnant in der 18. US Infanterie. Am 31. Dezember 1862 meldete sich Leutnant Phisterer freiwillig, um wichtige Befehle unter schwerem feindlichen Beschuss zu übermitteln. Dadurch entgingen einige Unionstruppen der Gefangenschaft bzw. dem Tod. Phisterer erhielt für sein tapferes Verhalten in der Schlacht von Stone River am 12. Dezember 1894 die Tapferkeitsmedaille. Am 4. August 1870 wurde Phisterer auf eigenen Wunsch aus dem Armeedienst verabschiedet. Später machte er sich durch Veröffentlichungen umfangreicher Statistischer Werke über die Teilnehmer im Amerikanischen Bürgerkrieg verdient. Friedrich Phisterer starb am 13. Juli 1909 und wurde in Columbus, Ohio, beigesetzt.

Friedrich Rock wurde 1840 in Darmstadt geboren. Während der Vicksburg Feldzüge im Mai 1863 zeichnete sich Soldat Friedrich Rock aus, nachdem er während eines verzweifelt geführten Sturmangriffs den Kameraden voranstürmte. Die Soldaten standen dabei im heftigsten feindlichen Feuer, welches insgesamt über 3000 Opfer auf Seiten der Union forderte. Friedrich Rock starb am 7. November 1924 in Tampa, Florida, und wurde auf dem Woodland Cem. beigesetzt.

Valentin Rossbach wurde 1842 in Deutschland geboren. Am 12. Mai 1864 kam es zur Entscheidungsschlacht während der Wildernis Feldzüge. In einem äußert kritischen Augenblick appellierte Sergeant Valentin Rossbach an die Kanoniere seiner 34. New Yorker Batterie, das gut gezielte Feuer auf den Feind trotz eines mörderischen Beschusses aufrecht zu erhalten. Seinem Engagement war es zu verdanken, dass sich der Feind in diesem Frontabschnitt zurückzog. Valentin Rossbach starb am 20. Februar 1897 in Brooklyn, New York.

Johann Schiller wurde am 16. August 1847 in Hessen geboren. In der Schlacht bei Chapin's Farm, Virginia, gelang es den Unionstruppen durch ein beherztes Vorrücken, feindliche Truppen in einem Grabensystem zu überrumpeln und gefangen zu nehmen. Unter den 30 Unionssoldaten, die für ihre Tat mit der medal of honar ausgezeichnet wurden, befand sich auch Johann Schiller. Er starb am 3. Juni 1926 in Brooklyn, New York.

Philip Schlachter wurde am 17. Juni 1841 in Deutschland geboren. Am 12. Mai 1864 erbeutete Soldat Schlachter in der Schlacht von Spotsylvania, Virginia, die Fahne des feindlichen 15. Louisiana Regimentes. Philip Schlachter starb am 9. September 1923 in Sturgis, Mississippi. Er wurde auf dem Oakland Cem. beigesetzt.

Georg W. Schmal wurde 1849 in Deutschland geboren. Der junge Kavallerist Schmal erbeutete im Gefecht von Paines Crossroads, Virginia, am 5. April 1865, eine feindliche Regimentsfahne. Georg Schmal starb am 4. August 1923 in Buffalo, New York.

Andreas Schmauch

Conrad Schmidt (Bild) wurde am 27. Februar 1830 in Württemberg geboren. Während der Gefechte von Winchester, Virginia, am 19. September 1864, ritt der First Sergeant Conrad Schmidt von der K Kompanie der 2. US Kavallerie, zurück in die feindlichen Linien, und rettete seinem verletzten Kompaniechef das Leben, indem er ihn auf sein Pferd zog. Schmidt starb am 26. Dezember 1908 und wurde in Ogden, Kansas, beerdigt.

Karl Schorn wurde am 1. Mai 1842 in Deutschland geboren. Der Regimentstrompeter Schorn erhielt die medal of honar, weil er in der Finalschlacht bei Appomattox, Virginia, am 8. April 1865 die feindliche Fahne der "Sumter Flying Artillery" erbeutet hatte. Karl Schorn starb am 25. März 1915 in Pomery, Ohio.

Frank Schubert wurde am 12. Januar 1841 in Hessen geboren. Am 2. April 1865 erbeutete Sergeant Schubert in der Schlacht von Petersburg, Virginia, eine feindliche Fahne und zwei Feldabzeichen konföderierte Einheiten. Er starb am 24. Dezember 1920 in St. Louis, Missouri.

Theodor Schwan (Bild) wurde am 9. Juli 1841 in Hannover geboren. Er kam als Kind nach Amerika. Bereits im Juni 1857 diente er als Feldwebel in der regulären 10. Infanterie. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente Schwan als Oberleutnant im 10. US Infanterieregiment. In der Schlacht von Peebles Farm, Virginia, am 1. Oktober 1864, rettete er einem schwer verletzten Offizier das Leben. Ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben setzte er sich schweren feindlichen Beschuss aus und zog den Verletzten zurück hinter eine Verschanzung. Theodor Schwan erhielt dafür am 12. Dezember 1898 die medal of honor. Nach 44 Jahren Militärdienst trat er am 21. Februar 1901 im Rang eines Brigadegenerals in den Ruhestand. Theodor Schwan starb am 27. Mai 1926 im Alter von 84 Jahren und wurde auf dem Arlington National Cemetery beigesetzt.

Martin Schwenk wurde am 28. April 1839 in Baden geboren. Während der Schlacht von Gettysburg im Juli 1863 spielte Sergeant Schwenk von der 6. US Kavallerie eine herausragende Rolle. Im heftigsten Feuer ritt er pausenlos mitten durch feindliche Linien und überbrachte wichtige Befehle der Regimentskommandeure. Später gelang es Schwenk, einen  bereits gefangen genommenen Unionsoffizier aus der Hand des Feindes zu befreien. Martin Schwenk starb am 20. Juni 1924 in Arlington, Virginia.

James M. Seitzinger wurde am 24. November 1846 in Deutschland geboren. In der Schlacht von Cold Harbor, Virginia, am 3. Juni 1864 ergriff Soldat Seitzinger die Fahne des 116. Pennsylvania Regimentes, nachdem der Fahneträger tödlich getroffen worden war, und trug sie seinen Kameraden voran gegen den Feind in die Schlacht. James Seitzinger starb am 14. Januar 1924 in Fauntain Springs, Pennsylvania.

Karl Shambaugh wurde am 25. August 1839 in Deutschland geboren. Er erhielt die medal of honar, nachdem er im Gefecht von Charles City Crossroads, Virginia, am 30. Juni 1862 eine feindliche Fahne erbeutet hatte. Karl Shambaugh starb am 12. Oktober 1913 in Washington DC. Er wurde auf dem Prospect Hill Cemetery beigesetzt.

George H. Stockman wurde am 3. Juli 1833 in Münden geboren. Während der Vicksburg Feldzüge im Mai 1863 kam es am Morgen des 22. Mai zu einem Sturmangriff auf die belagerten konföderierten Truppen. Oberleutnant Stockman zeichnete sich durch persönlichen Mut aus, indem er im mörderischen Feuer seiner Kompanie voranschritt. Georg Stockman starb am 30. Juni 1912 in Bala - Cynwyd, Pennsylvania.

Christian Streile wurde 1839 in Deutschland geboren. Er gehörte zu den US Kavalleristen, die in dem Gefecht von Paines Crossroads, Virginia, am 5. April 1865, feindliche Fahnen erbeuteten. Christian Streile starb am 4. Dezember 1886 in Middle Village, New York.

Robert Summers

Jacob Swegheimer wurde am 25. Februar 1843 in Baden geboren. Er gehörte zu den 97 später ausgezeichneten Unionssoldaten, die sich in dem Sturmangriff auf Vicksburg am 22. Mai 1863 durch persönlichen Mut ausgezeichnet hatten. Jacob Swegheimer starb am 15. März 1917 in Delaware, Ohio.

Heinrich Thielberg

Ernst Torgler wurde am 29. März 1840 in Mecklenburg geboren. Nachdem sein kommandierender Offizier, Major Karl Hipp, in der Schlacht von Ezra Chapel, Georgia, am 28. Juli 1864 schwer verwundet worden war, zögerte Sergeant Torgler keinen Augenblick, seinen Vorgesetzten zu retten. Er überquerte unter schweren feindlichen Feuer das Schlachtfeld und rettete dem Offizier das Leben. Ernst Torgler starb am 3. August 1923 in Toledo, Ohio.

Georg Uhrl wurde am 21. Oktober 1838 in Baden geboren. In der Schlacht bei White Oak Swamp, Virginia, sicherten Sergeant Uhrl und zwei seiner Kameraden das Geschütz einer anderen Unionsbatterie, nachdem dessen Kanoniere geflüchtet waren. Georg Uhrl starb am 28. September 1911 in Middle Village, New York.

Martin Wambsgan wurde am 19. August 1839 im bayerischen Nussdorf geboren. In der Schlacht von Cedar Creek, Virginia, am 19. Oktober 1864 war der Feind bereits bedrohlich an die Stellungen der Unionseinheiten herangerückt, als plötzlich Soldat Wambsgan aus dem Graben sprang und die eigene Regimentsfahne rettete, nachdem alle Fahnenträger gefallen waren. Martin Wambsgan starb am 3. Mai 1911 in Syracuse, New York.

Wilhelm Westerhold

Johann L. Younker wurde am 16. November 1836 in Württemberg geboren. In der Schlacht von Cedar Mountain, Virginia, am 9. August 1862, meldete sich Soldat Younker freiwillig, um Befehle zu überbringen. Unter schweren Geschütz- und Musketenfeuer machte er sich auf den Weg. Im Verlaufe des Tages wurde er verwundet. Johann L. Younker starb am 18. Mai 1911 in Logan, Ohio. Er wurde auf dem Oak Grove Cemetery beigesetzt.

 

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