Der Spencer Karabiner im Kurztest II

 

Das Schießen mit dem kurzen, äußerst führigen Karabiner, ist nicht ganz einfach. Die Visiereinrichtung verdient nach unseren heutigen Ansprüchen nicht die Bezeichnung. Mein Tipp: Das Korn ganz leicht anfeilen. Damit erhöht sich der Kontrast zu Kimme und dem anvisierten Ziel erheblich. Ansonsten liegt der Karabiner optimal in der Hand und passt sich dem Zielverhalten des Schützen problemlos an.

 

Der Feuerspucker. Diesen "Schnappschuss" hat Holger Limpp durch eine spezielle Verschlusszeit seiner Kamera doch gut hin bekommen, oder? Der Karabiner drückt ganz leicht ohne jedoch die "Präzision" dabei zu beeinträchtigen.

 

Der einzige Klemmer nach gut 10 Schuss. Als Einzellader gab es ansonsten kein Hakeln beim Repetieren. Die Patrone kurz nach hinten wieder heraus nehmen und noch einmal versuchen.

 

FAZIT: Auch nach 141 Jahren (mein Karabiner Model 1865 wurde tatsächlich nachweislich Ende Mai 1865 gefertigt und ausgeliefert) arbeitet der Spencer zuverlässig. Die Munition ist allerdings recht schwach. Auf 50 Meter jedoch völlig ausreichend. Aufgrund der leicht variierenden Patronenlänge kann es mit gefüllten Kolbenmagazin zum Abscheren der Geschosse kommen. Hier sollte lieber jede Patrone einzeln in den Kolben eingebracht werden. Die Waffe repetiert auch nach einer ganzen Reihe von Schüssen einwandfrei, der Auszieher funktioniert sicher und zuverlässig, solange man sinnig und vernünftig repetiert. Eine super Waffe für Sammler und Schwarzpulverschützen!

 

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