Deutsche in Tennessee Einheiten

 

 

Als letzter Staat verließ Tennessee am 8. Juni 1861 den föderierten Staatenbund. Bereits einen Monat zuvor wurde das 10. Infanterieregiment in Fort Henry gebildet, dessen späterer Oberst der aus Deutschland stammende Architekt Adolph Heimann werden sollte. Weiterhin rekrutierten sich über 20 militärische Einheiten in den vier Grenzstaaten Missouri, Kentucky, Maryland und Delaware, welche nur mit Gewalt in der Union gehalten werden konnten. Eine zahlenmäßige Erfassung der deutschen Teilnehmer ist in diesem Fall allerdings unmöglich.

Adolph Heimann wurde am 17. April 1809 in Potsdam geboren. An der Berliner Universität hatte er Vorlesungen des berühmten Wissenschaftlers Alexander von Humbold besucht. 1834 kam er nach Amerika, arbeitet in Nashville als Architekt und nahm später am Mexíkanisch - Amerikanischen Krieg teil und stieg hier bis zum Major auf. Im Jahr 1845 gehörte Heimann zu den vier eingetragenen Architekten, die in Nasville arbeiten durften. Er erstellte u.a. die Pläne für die erste Baptistenkirche in der fünften Straße. Im Bürgerkrieg kommandierte Heiman das 10. Tenn. Regiment. Am 29. Mai 1861 wurde er zum Oberst befördert. Unter seinen Männern war er sehr beliebt und die Soldaten nannten ihn "Onkel Dolph". Unter seinem Kommando wurde das Fort Heimann am Tennessee River errichtet, das er mit seiner kleinen Streitmacht von 1.100 Soldaten erfolglos im Februar 1862 gegen eine föderierte Übermacht unter General U.S. Grant zu verteidigen suchte. 1862 geriet er für 6 Monate in Gefangenschaft. Heimann starb am 16. November 1862 in Jackson, MS. Er fand schließlich 1869 seine letzte Ruhestätte auf dem Olivet Cemetery in Nasville, Tenn. 

 

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