Deutsche in Texas Einheiten

 

 

Am 1. Februar 1861 beschloss Texas, seine Verpflichtungen gegenüber der Union zu lösen. Da hier der Anteil deutscher Siedler relativ hoch war, rekrutierte sich folglich eine größere Anzahl von ihnen in den etwa 70 Regimentern, die bis 1865 aufgestellt worden sind.

Nationalen Ruhm erlangte der aus der Nähe von Mainz stammende August Carl Büchel. Der ehemalige hessische Leutnant diente in der Fremdenlegion und erhielt später eine Obristenstelle in der türkischen Armee. Durch die Werbung des Adelsvereins um Herzog Adolf von Nassau und Prinz Carl zu Solms – Braunfels, gelangte auch August Büchel, August"  1845 nach Texas. Nach seiner Teilnahme am Okkupationsfeldzug gegen Mexiko organisierte er im Frühjahr 1862 das 1. Texas Kavallerieregiment. Büchel, nach dem 20 Jahre später ein County in Texas benannt werden sollte, fiel 1864 im Rang eines Oberst bei Pleasant Hill im Staate Louisiana.

August Carl Büchel wurde am 8. Oktober 1813 in Guntersblum, in der Nähe von Mainz, geboren. Er war das siebte Kind eines Ratsschreibers. Mit 14 Jahren kam er an die Militärakademie in Darmstadt. 1831 wurde er als Leutnant zum 1. Infanterieregiment Hessen-Darmstadt versetzt. Ab 1833 besuchte Büchel die École Militaire in Paris. Später diente er als Leutnant in der französischen Fremdenlegion und beteiligte sich 1836 am Ersten Karlistenkrieg in Spanien*. Aufgrund seiner Verdienste wurde Büchel im Jahre 1837 zum Ritter geschlagen. In der türkischen Armee unter Ali Pascha (1769-1849) stieg Büchel bis zum Obersten auf und reiste aber bereits im Jahre 1845 von Deutschland aus nach Texas. Ali Pascha hatte ihm den Rang eines Generals angeboten. Allerdings hätte Büchel dazu zum Islam konvertieren müssen. Dies schlug er aus. Im Krieg gegen Mexiko beteiligte er sich mit Bravour und erhielt 1847 den Rang eines Hauptmanns und wurde Adjutant von General Zachary Taylor. Nach dem Krieg arbeitete Büchel, der sich nun Buchel nannte, als Gebühreneintreiber im Hafen von Lavanca, Texas. 1859 organisierte Büchel die Indianola Volunteers, eine militärisch gedrillte Einheit, die dem Treiben des Verbrechers, Volkshelden und späteren Politikers Huan Cortina (1824-1894) im mexikanischen Grenzgebiet ein Ende setzen wollte. Im Amerikanischen Bürgerkrieg erhielt er Anfangs den Rang eines Oberstleutnants (3. September 1861) im 3. Texanischen Infanterieregiment (allerdings hatte er bereits seit dem 10. Juni 1861 den Rang eines Obersten der Texas-Miliz) und befehligte ab dem 2. Mai 1863 als Oberst das 1. Texas Kavallerieregiment. In der Schlacht von Pleasant Hill, Louisiana, am 12. April 1864, wurde Oberst August Büchel durch sieben Kugeln schwer verwundet. Er starb am 15. April 1864 in Mansfield, Louisiana. August Büchel war nicht verheiratet. 

*Der erste Karlistenkrieg hatte seine Ursprünge in den Thronansprüchen einer monarchischen Seitenlinie der Bourbonen in Spanien. Nur wenige Tage nach dem Tod des spanischen Königs Ferdinand VII. brachen schließlich im Oktober 1833 die Kampfhandlungen aus. In die Kriegsabsichten mischten sich auch religiöse und wirtschaftliche Motive. Die äußert blutig geführten Kampfhandlungen zogen sich schließlich bis 1840 hin. Der erste Karlistenkrieg ist durchaus als Bürgerkrieg zu bezeichnen und endete schließlich in einer speziellen Form von konstitutionellen Monarchie.

Literaturhinweis: Stephens, Robert W., August Büchel, Texan Soldier of fortune, Dallas, Texas 1970.

 

Franz Emil Schaller wurde im Sommer 1861 Major im 5. Texas Regiment. Anfang 1862 erhielt er seine Beförderung zum Oberst im 22. Infanterieregiment aus Mississippi. Geboren wurde er 1835 in Ostheim vor der Rhön und kam 1855 nach Amerika. Bei Shiloh wurde er verwundet. Nach dem Krieg arbeitete Schaller als Lehrer in Athens, Georgia. Später wurde er Professor am College in Sewanee, Tennennessee. Als Autor machte er sich einen Namen. Schaller starb hoch geachtet am 16. Januar 1881 in St. Louis und wurde dort auf dem Bellefontaine Friedhof beigesetzt.

schaller

Franz Emil Schaller wurde nach den Angaben in der weiter unten aufgeführten Literatur am 26. Juli 1835 in Ostheim vor der Rhön (bis 1920 zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach gehörig) als Sohn des französischen Offiziers Anton Schaller geboren. Seine Eltern gehörten zu den sogenannten refugees, die nach der Revolution 1830 ihre Heimat in Richtung Osten verlassen hatten. Hier fand Anton rasch eine Anstellung in der Artillerie des Herzoges. Trotz seiner kränklichen Konstitution erhielt der junge Franz den Vorstellungen des Vaters entsprechend, eine militärische Ausbildung an der Militärakademie in Dresden. Nach seinem Abschluß in topographischem Ingenieurswesen immatrikulierte sich Franz an der Universität Jena, wo er unter anderem moderne Sprachen studierte. Mit Ausbruch des Krimkrieges im Jahre 1854 schickte ihn der kriegsbegeisterte Vater sofort in's Feldlager der französischen 2. Zouven Einheit unter dem Kommando von Oberst Joseph Clerc, ein guter Freund Anton Schallers. Doch den Strapazen im Feldlager war der anfällige Franz nicht gewachsen, und innerhalb eines Jahres kehrte der junge, körperlich angeschlagene Offizier in die Heimat zurück. Dies, und die Tatsache, dass Franz aus dem Zouven-Regiment entlassen worden war, führten zum Eklat mit dem Vater, und Franz verließ sein Zuhause in Richtung Vereinigte Staaten. In Columbus, S.C., lebte seine ältere Schwester Marie, so dass bereits eine Verbindung nach Übersee bestand. 1856 bis 1858 unterrichtete Franz Schaller an einer Militärschule in Catonsville, Maryland. Seine ausgezeichneten Sprachkenntnisse öffneten ihm beruflich immer wieder neue Türen und damit Betätigungsfelder. Im Juni 1860 kam Franz, der sich nach seiner Ankunft in der neuen Welt Frank nannte, nach Columbus. Hier lernte er die bezaubernde Sophie Augusta Sosnowski (1837-1867) kennen, die er später (am 22. Juli 1863) heiraten sollte. Ihre Mutter (Sophie Wentz aus Pforzheim) stammte aus Baden und in Amerika pflegten die Sosnowskis aufgrund der Herkunft des Vaters intensive Kontakte zu den polnischen Migranten. Hierbei lernte Franz Schaller auch den alten polnischen Revolutionär Gaspard Tochman* kennen, der selbst im Bürgerkrieg hohe Kommandos in der konföderierten Armee übernehmen sollte und dabei einen äußerst negativen Einfluß auf Franz Schaller ausübte. Im Herbst 1860 trat Schaller eine Stelle als Offiziersausbilder an der Akademie in Hillsborough, N.C., an. Nachdem der Bürgerkrieg ausgebrochen war, versuchte er mehrfach seine Lehrtätigkeit mit dem Kriegshandwerk zu vertauschen. Im Juni 1861 war es schließlich soweit: auf Betreiben seines zweifelhaften Förderes Tochman erhielt Schaller einen Offiziersposten in der Polnischen Brigade. Hier stieg er bis zum Major auf und fungierte als solcher u.a. im 5. Regiment aus Texas. Seine bis heute erhaltenen Briefe an Sophie sind voll von persönlichen Wertungen über die skrupellosen Machenschaften und Intrigen, die unter den aus Polen stammenden Offizieren ausgetragen wurden. Persönlich gedemütigt fühlte sich Schaller, nachdem seine Beförderung zum Major vorerst von Oberst Valery Sulakowski verhindert worden schien. Im Februar 1862 erhielt Franz Schaller das Kommando über das 22. Infanterieregiment aus Mississippi. Bei Shiloh wurde er durch einen Schuss in den Fuß verwundet, nachdem ihm drei Pferde unter dem Leib getötet worden waren. Franz Schaller rekonvaleszierte bis Februar 1863. Danach diente er auf den Schlachtfeldern von Mississippi und Virginia. Im Juni 1864 wurde Schallers Entlassungsgesuch von den konföderierten Behörden bestätigt. Seine Frau Sophie verstarb bereits im Jahre 1867 und hinterließ ihrem Mann zwei Töchter: Ida und Sophie. Schaller reiste nach Deutschland und kehrte erst 1870 zurück nach Amerika. 1872 wurde er Assistenz-Professor für moderne Sprachen an der Universität in Sewanee, Tennessee. Franz Emil Schaller starb am 17. Januar 1881 nach kurzer, schwerer Krankheit in St. Louis, wo er auf dem Bellefontaine Cemetery seine letzte Ruhe fand. Die Bildaufnahme stammt aus dem Jahr 1867.

*Gaspard Tochman (1797-1880) rekrutierte mit Beginn des Bürgerkrieges die sogenannte Polish brigade und sollte im Gegenzug von Präsiden Jeffersen Davis mit dem Rang eines Brigadegenerals belohnt werden. Die versprochene Beförderung folgte jedoch nicht, da Davis nicht die entsprechende Legitimation hierzu besaß. Eine solche  Beförderung konnte nur der Kongress aussprechen. Tochman versuchte mit allerlei Tricks, die politischen Entscheidungsträger zu beeinflussen. Selbst Drohungen bewirkten nichts. Dessen ungeachtet ließ sich Tochman bis zu seinem Tode bevorzugt mit Herr General anreden.

Literaturhinweis: Schaller, Mary W., Schaller, Martin N., Soldiering for Glory. The Civil War Letters of Colonel Frank Schaller, University of South Carolina 2007.

Die Kompanie B , die „Einsternschützen“ (Lone Star Rifles) des 6. Texas Infanterieregimentes, bestand fast ausschließlich aus Deutschen. Kommandiert wurde die Einheit zeitweise von dem Deutschen Herman Zahn. Der ehemalige Feldwebel der Kompanie, Karl August Leuschner, stammte aus Torgau und hat später in seinen Erinnerungen die Ereignisse des Krieges niedergeschrieben.

Karl August Leuschner wurde am 15. Dezember 1845 in Torgau, Sachsen, geboren. Zehn Jahre später kam er gemeinsam mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder August Friedrich in Amerika an. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente Leuschner in der B Kompanie des 6. Texas Infanterieregiment. Er nahm an allen bedeutenden Schlachten und Gefechten im Südwesten teil, bis er am 11. Januar 1863 bei Arkansas Post, Arkansas, in Gefangenschaft geriet. Aufgrund seiner Beliebtheit in der Kompanie wurde er als Leutnant vorgeschlagen. Nur wegen seines jugendlichen Alters erfolgte keine reguläre Beförderung. Nach dem Krieg arbeitete Leuschner als Barbier und engagierte sich stark in der Lokalpolitik. Später organisierte er einen "Deutsch - Amerikanischen Demokratischen Klub", dem er bis 1882 vorstand. Für 21 Jahre fungierte Leuschner als County Schatzmeister. Karl August Leuschner war zweimal verheiratet: 1870 vermählte er sich mit Sophie Elizabeth Bischoff, die 1905 verstarb. Aus dieser Ehe gingen 11 Kinder hervor. Drei Jahre später heiratete er die Witwe Sophie Köhler Schorlemmer in Arneckeville, Texas. Karl Leuschner starb 66 jährig am 30. Januar 1912 in Victoria, Texas. Karl Leuschner besaß einen vorzüglichen Ruf als freundlicher, ehrlicher und respektierter Bürger der Gegend.
Literaturhinweis: Spurlin, Charles D., The Civil War Diary of Charles A. Leuschner, Austin, Texas 1992.

 

Befehlshaber des 7. Texas Kavallerieregimentes ab 1864 war der aus Deutschland stammende Gustav V. Hoffmann. Geboren am 10. November 1817 in der Nähe von Marienwerder (ca. 5 km westlich von Eberswalde), diente Hoffmann später in der preußischen Armee. Zeitweise hatte er sich an der Universität in Königsberg immatrikuliert. Im Jahre 1844  kam er nach Texas, wo er sich als Farmer und frommer Christ in New Braunfels niederließ. 1847 wurde Hoffmann zum ersten Bürgermeister der deutschen Gemeinde gewählt. Am 8. Oktober 1861 meldete sich Hoffmann im 7. Kavallerieregiment und wurde als Hauptmann der B-Kompanie eingemustert. Im November 1862 erfolgte seine Beförderung zum Major, im April 1864 zum Oberstleutnant. Hoffmann schied als Oberst am 11. September 1865 aus der konföderierten Armee. Hoffmann kehrte auf seine Farm in New Braunsfeld zurück, betätigte sich intensiv politisch in seiner neuen Heimat und starb am 10. März 1889 in San Antonio, Texas. Beigesetzt wurde er jedoch in New Braunfels. Wenigstens 10 weitere, teilweise unabhängige Kompanien, setzten sich aus Deutschen zusammen und wurden überwiegend von Landsleuten befehligt. Dennoch hat es diese ganz bestimmte Form einer souveränen Integration, wie es den Kameraden im Norden ermöglicht worden war, so nicht in den Südstaaten gegeben.

Gustav Schleicher wurde am 19. November 1823 in Darmstadt, Hessen, als Sohn eines Politikers geboren. Er hatte in Gießen Ingenieurwissenschaften und Architektur studiert. 1847 kam er unter dem Einfluss kommunistischer Intellektueller nach Texas, um hier mit anderen Gleichgesinnten die Kommune Bettina (nach Bettina von Arnim) zu gründen. Bald kehrte er der kommunistischen Gesellschaft den Rücken und zog 1850 nach San Antonio. Hier beteiligte er sich als Ingenieur beim Bau einer Eisenbahnlinie und führte ein Restaurant. 1852 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1856 übernahm er die San Antonio Zeitung und gab sie unter dem Titel San Antonio Staatszeitung neu heraus. Im selben Jahr heiratete Gustav Elizabeth Tinsley Howard, die ihm im Laufe der Jahre sieben Kinder gebar. In seiner neuen Heimat fungierte er später lange Zeit als Kongressabgeordneter von Texas. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente Schleicher als Major des Ingenieurcorps der Texas Rangers. Seine eigentlichen Sympathien gehörten der Sache der Union, nur seine Loyalität Texas gegenüber hielt ihn in den Südstaaten. Nach dem Krieg betätigte sich Schleicher als Rechtsanwalt in San Antonia. Von 1875 bis 1879 gehörte er als Demokrat dem Repräsentantenhaus in Washington an, wo er unerwartet noch vor Ablauf seiner zweiten Amtsperiode am 10. Januar 1879 verstarb. Unter großer Anteilnahme wurde Gustav Schleicher auf dem Nationalfriedhof in San Antonio beigesetzt. Allein am Bahnhof von San Antonio, wo der Leichenzug nach einer langen Reise schließlich ankam, nahmen fast 15.000 Menschen am geöffneten Sarg von Gustav Schleicher Abschied. Im Anzeiger des Westens vom 18. Januar 1879 wurde ausführlich über das Begräbnis berichtet. Abschließend hieß es hierzu: "Am Grabe angekommen, sprach der Pfarrer der Episkopalkirche noch einige Worte, dann sang der Beethoven-Männerchor den Grabgesang, und hinunter stieg die irdische Hülle des vielgeliebten und vielbeweinten Mannes in das ewige Bett, das kein Auferstehen kennt." Nach Gustav Schleicher wurden ein county und eine Brücke in Texas benannt.

Karl Wilhelm von Rosenberg wurde am 14. Oktober 1821 in Eckitten, ganz in der Nähe von Memel, dem damaligen Ostpreußen, als Sohn von Peter Carl Johann von Rosenberg und dessen Frau Johanna Dorothea (Fröhlich) geboren. Die Familie kann auf eine Adelslinie bis in das 12. Jahrhundert zurückverweisen. Nach intensiven schulischen Ausbildungen kam er 1841 zum Militär. Er diente drei Jahre in der preußischen Armee, bevor er sich 1849 gemeinsam mit seiner Familie entschloss, nach Amerika auszuwandern. Er beendete seinen Militärdienst als Leutnannt der Reserve. Von 1846 bis 1848 studierte Karl Architektur in Berlin. Seine demokratische Haltung zwang ihn schließlich zu der Entscheidung, nach Amerika auszuwandern. 1849 war es dann soweit. Die Familie von Rosenberg ließ sich in der Nähe von Round Top, Fayette County, in Texas nieder. Noch kurz vor seiner Auswanderung hatte Karl die vier Jahre jüngere Auguste Franziska Anders in Herzberg geheiratet (5. September 1849). 1861 wurde er Chefzeichner des Topografischen Corps; eine Position, die er bis 1863 inne hatte. Er erhielt den Rang eines Hauptmanns. Nach dem Bürgerkrieg eröffnete von Rosenberg mehrere Architekturüros, von denen einige scheiterten. Er war politisch sehr aktiv und schrieb unter anderem Ratgeber für deutsche Auswanderer. Von Rosenberg gehörte zu den Mitbegründern der St. Martin's Evangelical Lutheran Church in Austin. Er starb am 4. Dezember 1901 in Austin, Texas. Mit seiner Frau Auguste Franziska hatte er insgesamt 12 Kinder. Seine Frau war im Jahre 1897 in Austin verstorben. Die Eheleute wurden auf dem Oakwood Cemetery in Austin beerdigt.

Hermann Ferdinand Theodor Rogalla von Bieberstein wurde am 20. Januar 1824 in Narthen, LK Guhrau in Niederschlesien als Sohn des preußischen Major Ferdinand Rogolski (1771 - 1843) geboren. 1837 kam er an die Militärakademie in Köslin, Westpommern. Ein Jahr später wurde von Bieberstein nach Berlin versetzt, wo er im Infanterieregiment von Neisse seinen Dienst verrichtete. 1846 quittierte er den Dienst und reiste nach Amerika. Am 20. Oktober 1846 kamen er und weitere 119 Auswanderer in Galveston, Texas, an. Bis zum Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges arbeitete er als Landvermesser und Postangestellter. Zwischen 1861 und 1864 hatte von Bieberstein den Rang eines Hauptmanns der Minute Companie, Texas State Troops, inne. Nach dem Krieg arbeitete er abwechselnd als Landvermesser bzw. Staatsbeamter, oder betätigte sich als Hauptmann der berüchtigten Taxas - Rangers. Hermann von Bieberstein starb im hohen Alter von 83 Jahre am 15. Oktober 1907 in Fredericksburg, Texas.

 

Skizziert hat Alfred B. Peticolas (1838 - 1915) den  Offizier Ludwig von Roeder, der hier in der Mittagsstunde des 11. Juni 1862 kurze Erholung unter einem schattigen Strauch suchte. Von Roeder diente während des Amerikanischen Bürgerkrieges in der C Kompanie des 4. Texas Mounted Volunteer Regimentes und gehörte einer berühmten Einwandererfamilie aus Deutschland an.

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