Deutsche in Wisconsineinheiten (UNION)

 

 

Den offiziellen Statistiken zufolge waren fast 20 Prozent der insgesamt 79.500 Soldaten aus Wisconsin geboren Deutsche. 1860 lebten 123.879 deutsche Einwanderer in dem Bundesstaat, davon alleine 15.981 in Milwaukee. Die Stadt war zum damaligen Zeitpunkt eine Hochburg der Neueinwanderer. In keiner anderen Stadt in der Union lebten prozentual betrachtet so viele Deutsche wie in Milwaukee. Aus einem kleinen Dorf bei Magdeburg stammte Edward Salomon (1828 - 1909), der seit Mai 1862 als Kriegsgouverneur des Bundesstaates fungierte. Er organisierte und finanzierte im zweiten Kriegsjahr das 26. Wisconsin Freiwilligen Regiment, welches fast ausschließlich aus eingewanderten Deutschen bestand. Als Oberst fungierte der aus Braunschweig eingewanderte Wilhelm H. Jacobs, der nach seiner Teilnahme an der Revolution von 1848 / 49 ein Jahr später in Wisconsin ankam.

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Wilhelm Heinrich Jacobs wurde am 26. November 1831 in Holzen, gut 35 Kilometer südöstlich von Hameln im heutigen Landkreis Holzminden, Niedersachsen, als Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzers geboren. Er kam 1850 nach Amerika, wo er zuerst in St. Louis und später in Milwaukee lebte. Hier arbeitete er als Bankangestellter im Unternehmen Marshall und Ilsley. Bereis 1855 gründete Jacobs die Zweite Ward Bank, die er anfangs als Privatperson allein führte. Später war er als Angestellter im Amtsgericht tätig. Im Bürgerkrieg befehligte er das 26. Wisconsin Regiment. Immerhin konnte er auf eine Ausbildung als ehemaliger preußischer Landwehroffizier verweisen. Bei Chancellorsville wurde Jacobs leicht verwundet. Am 11. 01. 1864 quittierte er den Dienst. Jacobs engagierte sich später im Milwaukee Musikverein, war Schatzmeister der Bierbrauereiversicherungsanstalt, beteiligte sich an Landerschließungen, war Bankdirektor und demokratischer Abgeordneter im Bundessenat von Wisconsin von 1875 bis 1876. Angebote, das Bürgermeisteramt bzw. die Stelle des Staatsschatzmeisters auszuüben, musste Wilhelm Jacob aufgrund seines außergewöhnlichen Wirkungskreises ablehnen. Wilhelm Jacobs starb am 11. September 1882 in Milwaukee und wurde unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. In einem Nachruf, welcher in der Zeitung "Der Seeboote" erschien, heißt es: "Es ist schon etwas werth [sic], es imponiert, wenn man von einem als Fremdling in dieses Land Gekommenen sagen hört, er habe sich mit eigener Kraft und Konsequenz emporgearbeitet zu Ansehen und Wohlstand; und es ist von Werth [sic] für uns eingewanderte Deutsche, die wir uns vielfach gefallen lassen müssen, von den Amerikanern über die Achsel angesehen zu werden, wenn von Geschäften und geschäftlichen Erfolgen die Rede ist, wenn solches einem unserer Landsleute nachgesagt wird. Wilhelm H. Jacobs war ein Mann, der es an Geschäftstalent und Unternehmungsgeist mit jedem Amerikaner aufnahm, und der in dem großen, allgemeinen Wettlauf um's Dasein auch selbst unternehmende Amerikaner übertraf und hinter sich ließ. An der Achtung, welche die Deutschen hier in Milwaukee selbst den dünkelvollsten Amerikanern nach und nach abgerungen haben, partizipiert Oberst Jacobs nicht minder, als andere Träger der ersten deutschen Namen der Stadt." 
Literaturhinweis: Pula, James S., The Sigel Regiment. A History of the 26th Wisconsin Volunteer Infantry, 1862-1865, California 1998.


Einer der vier Brüder Salomon stammte aus dem kleinen Dorf Stemmern, im heutigen Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt gelegen, wo Karl Eberhard am 24. Juni 1822 dem Ehepaar Christoph Salomon und dessen Frau Dorothea, geborene Klussman, geboren wurde. Seine jüngeren Brüder erblickten alle in Ströbeck, ganz in der Nähe von Halberstadt, das Licht der Welt. Vier Jahre nach der Geburt des Ältesten  kam Friedrich Karl Heinrich am 7. April 1826 hier zur Welt. Am 11. August 1830 folgte Edward und am 1. Januar 1834 erblickte schließlich Hermann in Stemmern das Licht der Welt. Die Söhne erhielten eine solide Schulbildung bzw. besuchten die Universitäten des Landes. Karl Eberhard diente als Einjähriger im preußischen Heer. Die Brüder emigrierten im April/Mai 1849 nach Amerika. Die Eltern folgten später nach. Karl Eberhard Salomon wurde am 4. Mai 1861 zum Oberst des 5. Missouri Regimentes befördert. Später übernahm er von seinem Bruder Friedrich Karl das 9. Wisconsin Regiment. Karl Eberhard erhielt am 13. März 1865 das Brevet eines Brigadegenerals und verstarb im Januar 1881 in Salt Lake City, Utah. Friedrich Karl diente mit Beginn des Bürgerkrieges als Hauptmann im 5. Missouri Regiment. Im August 1861 kommandierte er das 9. Infanterieregiment aus Wisconsin. Bereits im Juli 1862 wurde er zum Brigadegeneral befördert. Friedrich Karl starb 1897 in Salt Lake City, Utah. Edward arbeitete vor dem Krieg als Rechtsanwalt in Milwaukee. 1861 wurde er zum Vizegouverneur von Wisconsin gewählt. Nachdem Gouverneur Louis P. Harvey im April 1862 tödlich verunglückt war, rückte Edward Salomon in sein Amt nach. Bis Januar 1864 übernahm er damit als erster Deutscher die verantwortungsvolle Aufgabe eines Gouverneurs. Edward Salomon starb 1909 in Frankfurt am Main. Hermann Salomon diente als einfacher Soldat im 1. Missouri Engineer Regiment. Im September 1864 erfolgte seine Ausmusterung. Hermann starb 1881 in Manitowoc, Wisconsin. Die Einwohner von Manitowoc errichteten im Jahre 1927 zum Gedenken an die Salomon-Brüder eine Bronzeplatte, integriert in einen massiven Granitblock, die an die patriotischen Taten der Deutschen erinnert. Der im Jahre 1856 aus dem Herzogtum Schleswig ausgewanderte Edward Selig Salomon war einer ihrer Cousins. Er kommandierte die jüdische Kompanie im 82. Illinois Regiment. Nach der Verletzung Friedrich Heckers übernahm er als Oberstleutnant das Regiment und zeichnete sich durch persönlichen Mut mehrfach aus. Edward Selig Salomon beendete den Bürgerkrieg im Rang eines Brevet Brigadegenerals und starb 1913 in San Francisco, Kalifornien.







Hans Boebel wurde am 10. März 1829 in Bayern geboren. Den Angaben Wilhelm Kaufmanns zufolge soll Boebel an der gescheiterten Revolution 1848/49 teilgenommen haben. 1852 kam Boebel nach Amerika, wo er sich in Milwaukee, Wisconsin, niederließ und sich als Maler betätigte. Bereits im Juli 1853 stand er als zweiter Präsident dem Sozialem Turnverein von Milwaukee vor. Mit Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete sich Hans Boebel zum Militär und erreichte den Rang eines Leutnants im 5. Infanterieregiment aus Wisconsin. Am 14. August 1862 wurde Boebel als Leutnant der H-Kompanie im neuformierten 26. Infanteriefreiwilligenregiment eingemustert. Bereits am 18. Januar 1863 erhielt Boebel seine Beförderung zum Oberstleutnant. Das 26. Regiment aus Wisconsin kämpfte in der Schlacht bei Gettysburg unter seinem Kommando. Bereits am ersten Tag der Schlacht, es war der 1. Juli 1863, wurde Oberstleutnant Boebel so schwer am rechten Bein verwundet, dass eine Amputation unausweichlich wurde. Aufgrund der schweren Verletzung erhiel Boebel am 28. Mai 1864 seine ehrenhafte Verabschiedung vom Militärdienst. Nach dem Krieg arbeitete Boebel als Angesteller im öffentlichen Dienst von Milwaukee und fungierte für zwei Perioden als Schatzmeister der Stadt. Hans Boebel war aktiver Turner und befehligte in dieser Eigenschaft den lokalen Turnverein von Milwaukee. Hans Boebel war für seine dramatischen Theateraufführungen bekannt, engagierte sich stark in den Veteranenvereinen, die nach dem Bürgerkrieg für die Verletzten und Hinterbliebenen sorgten, und genoss als Freidenker einen integeren Ruf. Hans Boebel starb am 24. August 1902 in Milwaukee, Wisconsin. 


Franz Hübschmann wurde am 19. April 1817 in Riethnordhausen, ganz in der Nähe von Erfurt, im damaligen Herzogtum Sachsen-Weimar, geboren. In Weimar und in Erfurt erhielt er eine schulische Ausbildung auf zwei Gymnasien. Später immatrikulierte sich Hübschmann an der Universität Jena, wo er 1841 die Doktorwürde erlangte. Eine Anstellung fand der junge, dynamisch auftretende Mann jedoch nicht. Daher emigrierte er im Frühjahr 1842 nach Amerika und ließ sich für kurze Zeit bei Verwandten in Boston nieder. Später reiste er nach Westen und blieb schließlich in Milwaukee. Rasch erarbeitete sich Hübschmann einen ausgezeichneten Ruf als Mediziner aber auch als temperamentvoller Streiter für die Rechte deutscher Einwanderer. Bereits im Jahre 1843 gehörte er zu den führenden Streitern von Wisconsin, die sich um den Erhalt des Stimmrechtes der deutschen Einwanderen einsetzten und ganz vehement gegen den immer stärker werdenden Nativismus eintraten. Es ist heute schwer nachvollziehbar, mit welchen Gefahren und ungeheuren persönlichen Engagement der Kampf gegen die ausländerfeindlichen (speziell gegen die zahlenmäßig am stärksten vertretende Gruppe der Deutschen) Bestrebungen amerikanischer Parteien verbunden gewesen sein muss. Im Ergebnis der harten politischen Auseinandersetzungen wurde im Herbst 1844 die "Deutsche demokratische Association von Milwaukee" gegründet, dessen erster Präsident Dr. Hübschmann wurde. Nachdem Wisconsin im Jahre 1848 der Union beigetreten war, wählten die Demokraten Hübschmann zum Präsidenten-Wahlmann (Elector); eine Funktion, die er 1852 erneut wahrnehmen durfte. Im selben Jahr hatte er geheiratet. Von 1853 bis 1857 wirkte Hübschmann als Superintendant für Indianerangelegenheiten im nördlichen Distrikt, ein Amt, welches er aus Dankbarkeit vom demokratischen Präsidenten Franklin Pierce erhalten hatte. Im Amerikanischen Bürgerkrieg arbeitete er als Regimentsarzt im 26. Wisconsin Regiment, wo er sich am 14. August 1862 eingeschrieben hatte und an verschiedenen Schlachten, darunter Chancellorsville, Gettysburg und Atlanta, teilnahm. Dr. Hübschmann wurde am 1. Oktober 1864 ehrenvoll aus dem Militärdienst verabschiedet. Nach dem Krieg wurde Dr. Hübschmann leitender Arzt von Milwaukee, später des gesamten Bezirkes. Er hielt Ämter in verschiedenen medizinischen Institutionen inne und wurde 1870 Vizepräsident der Medizinischen Vereinigung von Milwaukee. Auch politisch betätigte sich der Arzt rege: von 1871 bis 1872 diente er als demokratischer Abgeordneter im Senat von Wisconsin. Dr. Franz Hübschmann starb hochgeachtet am 21. März 1880 in Milwaukee, Wisconsin. Gustav Körner schrieb in seinem 1880 in Cincinnati erschienenen Werk "Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten von Nordamerika 1818-1848" folgendes: "In Dr. Hübschmann erblicken wir unstreitig einen sehr talentvollen Mann, der, mit einem impulsiven Charakter begabt, nach fast jeder Richtung hin in das Leben eingriff, dem die Oeffentlichkeit ein Bedrängnis war und welchem der Trieb zur Beschäftigung die größte Befriedigung gewährte. In einer sich neu bildenden Gesellschaft, welche, aus den verschiedensten Elementen bestehend, nach Anerkennung und Entwicklung strebt und den Wettkampf mit Nebenbuhlern und Gegnern zu bestehen hat, sind solche Charaktere wie der von Hübschmann nicht nur von großem Vortheil [sic], sondern geradezu unentbehrlich und ihre Andenken sollten den Nachkommenden nie verschwinden." 


Karl H. Dörflinger, Leutnant im 26. Wisconsin Regiment, verlor in der Schlacht von Chancellorsville ein Bein. Geboren wurde er am 17. Februar 1843 in Ettenheim in Baden (heute Baden Württemberg, Regierungsbezirk Freiburg, gut 25 km nördlich von Freiburg im Breisgau). Sein Vater, Karl, wurde nach seiner Teilnahme an der Revolution 1848/49 inhaftiert. 1851 kam der junge Karl nach Amerika. Im Frühjahr 1862 meldete er sich als Feldwebel im 26. Wisconson Regiment und stieg rasch bis zum Oberleutnant auf. Kurz nach der Schlacht von Chancellorsville musste ihm nach einer schweren Schussverletzung das Bein amputiert werden. Dies geschah jedoch so stümperhaft, dass Karl Zeit seines Lebens darunter litt. Noch im Jahre 1908, nur drei Jahre vor seinem Tod, mussten einige Zentimeter von seinem verbliebenen Bein amputiert werden, da sich eine Entzündung gefährlich ausgebreitet hatte. Karl Dörflinger unterrichtete nach dem Krieg lange Zeit als Lehrer an der Deutsch-Englischen Akademie in Milwaukee. Von 1874 bis 1881 war er einer der Herausgeber der "Erziehungsblätter"; eine Veröffentlichung, die sich mit pädagogischen Aspekten beschäftigte. 1872 war er Sekretär der Wisconsin Natural History Society, wo er sich sehr um die Ausrichtung und Eröffnung eines Museums bemühte. Mehrfach reiste Karl nach Europa und Deutschland zurück. Seine unermütlichen Aktivitäten im Bereich der Gleichstellung innerhalb der Gesellschaft sind nicht hoch genug zu bewerten. Sein gesellschaftliches Engagement ging weit über das normale Maß hinaus. Keine Aufgabe schien ihm zu schwer, kein Ziel trotz seiner schweren Behinderung unerreichbar. Karl Dörflinger starb hoch geachtet am 9. November 1911 in Milwaukee.

Heinrich Bätz (amerikanisiert zu Henry Baetz) wurde am 27. Juli 1830 in Stockhausen, Hessen, gut zehn Kilometer westlich von Wetzlar, als Sohn eines Handwerkers, der Karren und Transportwagen baute, geboren. Trotz des kargen Einkommens der Familie- immerhin waren schließlich fünf Kinder zu ernähren-erhielt Heinrich eine ausgezeichnete Schulbildung. Hierdurch war es ihm möglich, später als Angestellter arbeiten zu können. Er leistete auch einen zweijährigen Militärdienst in einer Artillerieeinheit. 1853 kam er nach Amerika, wo er sich anfangs in Two Rivers, Wisconsin, niederließ. Drei Jahre später siedelte Bätz nach Manitowoc über und arbeitete hier als Angestellter und Landspekulant. Rasch arbeitete er sich bis zum Schatzmeister und Stadtangestellter hoch. Im Sommer 1862 organisierte er eine Kompanie im späteren 26. Wisconsinregiment, dessen Hauptmann er wurde. Am 5. Februar 1863 erhielt Bätz seine Beförderung zum Major im 26. Wisconsinregiment. In der Schlacht von Gettysburg wurde Major Bätz verwundet. Im Oktober 1863 schied er schließlich aus dem Militärdienst. 1866 wurde er zum Schatzmeister des Manitowoc Bezirkes ernannt und zwei Jahre später wiedergewählt. 1869 erhielt er die Stelle des Schatzmeisters von Wisconsin, in die er erneut zwei Jahre später wiedergewählt wurde. 1875 ging Bätz nach Milwaukee und betätigte sich hier im Verlagswesen. 1878 wurde er Beigeordneter des Stadtrates. Später erhielt er die Leitung über die ansässige Einwanderungsbehörde, wo er sich stark für die Eingliederung deutscher Einwanderer engagierte. 1883 wechselte Bätz in die Wirtschaft und beteiligte sich an der Brauerei Philip Best, ein Traditionsunternehmen, welches 1844 von dem aus Darmstadt stammenden Einwanderer Jacob Best (1786-1861) gegründet worden war. Heute ist das Unternehmen als Pabst Brewing Company landesweit bekannt. Nur wenige Jahre später übernahm Bätz als Hauptverkäufer die wichtigste Position in der Brauerei. 1904 zog sich Heinrich Bätz aus dem Unternehmen zurück. Seine Aktivitäten und sein gesellschaftliches Engagement waren exorbitant: er gehörte der Akademie der Wissenschaften von Wisconsin sowie der Archäologischen Vereinigung an, war Präsident des Deutschen Clubs und war Hauptakteur der "Deutschen Gesellschaft von Milwaukee". Heinrich Bätz starb von zahlreichen Deutschen und Amerikanern betrauert am 2. Januar 1910 in Manitowoc und wurde auf dem Evergreen Cemetery beigesetz.

Bereits im Frühjahr 1861 wurde das 9. Wisconsin Infanterie Regiment gebildet, das später unter dem Namen Salomon Guard zu Berühmtheit gelangte. Temporäre Befehlshaber des Regimentes waren die Brüder Fritz und Karl Eberhard Salomon. Im Juli 1862 formierte sich das 20. Wisconsin Infanterie Regiment unter starker deutscher Beteiligung. Der spätere Oberst der Einheit war der aus Uckermünde, Preußen, eingewanderte Heinrich Bertram, der nach dem Krieg ein Hotel verwaltete und als County Sheriff eingesetzt wurde. Edmund Jüssen, ein Schwager von Carl Schurz (Jüssen hatte 1856 Schurz jüngere Schwester Antoinette, geboren am 22.07.1835 in Liblar, gestorben am 24.04.1923 in Milwaukee, Wisconsin, geheiratet), fungierte vom 29. August 1862 bis zum 23. März 1863 im Dienstrang eines Oberstleutnants im 23. Freiwilligenregiment aus Wisconsin. Jüssen, am 7. April 1830 in der preußischen Festungsstadt Jülich, im heutigen Nordrhein-Westfalen, gut 40 Kilometer westlich von Köln gelegen, geboren, war bereits 1847 nach Amerika emigriert und hatte in Wisconsin Rechtswissenschaft studiert. 1859 eröffnete er eine Kanzlei in Columbus. Aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit verließ er bereits im März 1863 das Militär. Anschließend arbeitete Edmund Jüssen als Rechtsanwalt in Chicago. Im Wahlkamp 1864 trat Jüssen entschieden für die Abwahl Lincolns ein, nachdem er wie viele andere Deutsche zur Überzeugung gelangt war, dass die Opferbereitschaft der Deutschen keine adäquate Würdigung in Washington erfuhr. In flammenden Reden warb Jüssen unter den Deutschen in den Bundesstaaten für die Präsidentschaft Fremonts, der den deutschen Ansinnen deutlich stärker zugetan schien, als dies Lincoln tat. Inhalt der politischen Agitation bildete aber auch eine schwere Kritik an der militärischen Kriegsführung der Union. 1885 wurde Edmund Jüssen zum Konsul in Wien, Österreich, ernannt. Edmund Jüssen starb am 17. Februar 1891 auf der Durchreise in Frankfurt am Main.

Oberst Friedrich Karl Salomon (1826-1897) mit seinen Offizierskollegen vom 9. Wisconsin Feiwilligenregiment: Am 26. November 1861 übernahm er die Einheit bis zu seiner Ernennung zum Brigadegeneral im Juli 1862. In der Mitte, stehend mit der Hand im Revers, ist Adjutant Officer Arthur Heinz Hartman Jacobi zu sehen. Geboren wurde er am 9. November 1826 in Simmern, Hunsrück, in der Nähe von Bad Kreuznach. Im Jahre 1860 wurde Jacobi als Rechtsanwalt in Green Bay, Brwon County, Wisconsin, gelistet. Im Jahre 1850 hatte er Cecelia Wagner geheiratet. Mit Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete er sich zur Unionsarmee und erhielt im Oktober 1861 den Posten eines Adjuanten im 9. Wisconsin-Regiment. Am 1. März 1862 erfolgte seine Beförderung zum Major, am 15. August desselben Jahres ist er bereits Oberstleutnant. Nach Kriegsende, am 19. November 1865, erhielt Jacobi die Ernennung zum Oberst und wurde ehrenhaft mit dem Regiment am 30. Januar 1866 ausgemustert. Arthur Jacobi arbeitete nach dem Krieg als Zivilingenieur und starb am 4. Mai 1888 in Green Bay. Beerdigt wurde er auf dem naheliegenden Woodlawn-Cemetery.

Aus Bayern stammte Konrad Krez, der nach seiner Teilnahme an den Unruhen von 1848/49 zum Tode verurteilt wurde und dem glücklicherweise die Flucht nach Amerika gelang. Krez übernahm im Sommer 1862 die Führung des teilweise aus Deutschen bestehenden 27. Wisconsin Infanterie Regimentes, das er mit Auszeichnung während der Feldzüge in Arkansas befehligte. Nach dem Bürgerkrieg, den er mit dem Titular Rang eines Brigadegenerals beendet hatte, arbeitet Konrad Krez als Anwalt und Politiker. Berühmtheit erlangte er allerdings durch seine kritischen Lieder und Gedichte, die er in seiner neuen Heimat verfasste.

Konrad Krez

Konrad Krez kam am 27. April 1828 in Landau in der Pfalz (seit 1816 bayerisch) als ältestes von fünf Kindern zur Welt. Sein Vater, Johann Baptist Krez, hatte ein karges Einkommen als königlicher Lottoeinnehmer. Konrad erblickte im Haus der Eltern seiner Mutter, Louise Henriette, geborene Naas, das Licht der Welt. Vier weitere Kinder sollten folgen, von denen jedoch nur der ein Jahr später geborene Paul überlebte. Es muss ein armseeliges Leben gewesen sein, denn der Vater Johann Baptist ließ die Familie 1832 einfach im Stich und schloss sich dem bayerischen Truppenkontingent auf dem Weg nach Griechenland an, um den Prinzen Otto von Wittelsbach zum König in Griechenland zu krönen. Die Mutter ermöglichte trotz des schmalen Einkommens als Wäscherin und Näherin dem kleinen Konrad eine gute und solide Schulbildung. Später kam er an's Gymnasium in Speyer, wo er sich als begabter Schüler mit rascher Auffassungsgabe erwies. Dem Wunsch, katholischer Priester zu werden widersetzte sich Konrad erfolgreich. 1846 kam er zum Studium nach Heidelberg, wo er sich der dortigen Burschenschaft anschloss. Nach Ausbruch der Revolution von 1848 beteiligte er sich an den Ausschreitungen und machte insbesondere durch verschiedene Veröffentlichungen auf sich aufmerksam. Aktiv kämpfte er im Schleswig-Holstein-Krieg, um danach wieder sein Studium in Heidelberg fortzusetzen. Mit dem Niederringen der Revolution wurde ihm in Abwesenheit der Prozeß gemacht und das Todesurteil gefällt. Krez floh in die Schweiz und ließ sich in Straßburg nieder. Im Januar 1851 kam er schließlich nach New York. Hier setzte er sein Studium der Rechtswissenschaft fort und fand bald darauf eine Anstellung in einer Anwaltskanzlei. 1852 heiratete Konrad die Tochter seines Arbeitgebers; Adolphine Stemmler in New York, die selbst aus Speyer stammte. 1854 zog das junge Paar nach Sheboygan, Wisconsin, wo Krez als recht erfolgreicher Anwalt die rasch anwachsende Familie ernähren konnte. Aus der sehr glücklichen Ehe gingen vier Töchter und drei Söhne hervor. Zwei Jahre später, ab 1856, wirkte er bereits als Rechtsberater der Stadt. Nachdem der Bürgerkrieg ausgebrochen war, erhielt Krez vom zuständigen Gouverneur den Rang eines Obersten und schließlich am 7. März 1863 den Befehl über das 27. Infanterieregiment. Wenig später ging die Einheit zur Westarmee ab und nahm daraufhin an der Red-River-Expedition teil. 1864 fungierte Oberst Konrad Krez zeitweise als Brigadekommandeur. Am 26. März 1865 erhielt Krez den Titularrang eines Brigadegenerals. Am 29. August erfolgte seine ehrenhafte Verabschiedung aus der Armee. Nach dem Krieg engagierte sich Krez intensiv im politischen Gefüge seiner neuen Heimat. Zahlreich sind die kritischen Gedichte, die er verfasste und die heute bedauerlicherweise nahezu unbekannt sind. Streitsam setzte er sich zeitlebens für die Belange seiner Landsleute in den U.S.A. ein, prangerte Missstände an und verarbeitete vieles davon in seiner unverwechselbaren Lyrik. Sein Arbeitspensum muss enorm gewesen sein. 1873 fungierte er als einer der führenden Köpfe der "Vereinigten Deutschen von Milwaukee". Jahre später arbeitete er als Steuereinnehmer im Hafen von Milwaukee. Und zwischendurch veröffentlichte Krez seine Gedichtbände; bis 1895 insgesamt vier Ausgaben. 1888 erhielt Krez seine Zulassung für den Obersten Gerichtshof. Nachdem er Anfangs ein Anhänger der Republikaner gewesen war, wechselte er später zu den Demokraten und unterstützte die Partei in außerordentlichem Maße. Konrad Krez, der nie müde werdende Streiter für Gleichberechtigung und Menschenrechte, starb am 9. März 1897 in Milwaukee. 1937 wurde eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in Landau eingeweiht. Die Inschrift lautet: "Geburtshaus v. Konrad Krez, 1828 - 1897, dem Sänger und Kämpfer für Deutschlands Freiheit u. Einheit" 
Literaturhinweis: Diehl, Wolfgang, Konrad Krez. Freiheitskämpfer und Dichter in Deutschland und Amerika, Landau 1988.

domschke

Bernhard Domschke wurde 1827 im sächsischen Freiberg geboren. Nach einem abgebrochenem Theologiestudium wandte er sich der Philosophie zu. Von den revolutionären Unruhen seiner Zeit mitgerissen, stand Domschke im Mai 1849 auf den Barrikaden von Dresden. Wie viele andere Teilnehmer der Revolution, musste auch Domschke ins Ausland fliehen. 1850 kam er in Amerika an. Er ließ sich in Boston nieder und arbeitete hier als Redakteur der "New England Zeitung". Unter widrigsten Bedingungen veröffentlichte Domschke das Wochenblatt "Cosar"; eine politische Streitschrift, die sich insbesondere gegen die Institution der Sklaverei richtete. Nach mehreren journalistischen Rückschlägen gab Domschke im März 1856 die Wochenschrift "Atlas" heraus, die schließlich bis 1861 als Tageszeitung erschien. Domschkes engagiertes Wirken war nicht immer mit Erfolg belohnt. Insbesondere seine scharfen Reden und die Kritik, die er auch an vielen Landsleuten übte, schmälerten die Auflagen seiner Zeitungen. Mehr als einmal stand Bernhard Domschke völlig mittellos vor dem Aus, und nur seinem unbeugsamen Willen und der Hilfe einiger weniger Freunde war es zu verdanken, das der wackere Demokrat nicht im Armenhaus landete. Mit Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete sich die gesamte Redaktion zur Unionsarmee. Unter ihnen auch Bernhard Domschke, der als Hauptmann im 9. Wisconsin Regiment eingeschrieben wurde. In der Schlacht von Gettysburg geriet er in Gefangenschaft und verbrachte fast zwei Jahre unter katastrophalen Bedingungen im Libby Gefängnis* in Richmond. Nach seiner Entlassung veröffentlichte Bernhard Domschke eine 247 Seiten starke Niederschrift unter dem Titel: "Zwanzig Monate in Kriegsgefangenschaft", W. W. Coleman, Milwaukee. Seine Gesundheit hatte während der Gefangenschaft ernsthaft Schaden genommen, so dass Bernhard Domschke bereits am 5. Mai 1869 in Milwaukee verstarb.

* Das berüchtigte Libby Gefängnis (Libby Prision) befand sich in Richmond und diente 1861 bis 1864 ausschließlich für die Inhaftierung von Offizieren aus der Unionsarmee. Unter anderem gelangte Anfang Januar 1863 Brigadegeneral August Willich in das Gefägnis, bis er schließlich am 7. Mai des gleichen Jahres ausgetauscht wurde. Nach dem Krieg wurde das Gebäude auf unterschiedliche Weise genutzt. 1889 kaufte Charles Frederick Gunther das Hallengebäude. Geboren wurde er als Karl Friedrich Günther am 6. März 1837 in Württemberg und kam gemeinsam mit seiner Familie bereits 1842 nach Amerika. Günther, der Anfangs im Norden des Landes siedelte, ließ sich später in Memphis, Tennessee, nieder und machte als Konditor und im Süßwarengeschäft ein Vermögen. Nach dem Erwerb des ehemaligen Libby Gebäudes ließ er die Hallen kurzerhand demontieren und in Chicago wieder aufbauen. Günther hatte eine beachtliche Sammlung, die von militärischen Gegenständen bis obskuren Artefakten so ziemlich alles beinhaltete, was die Menschen der damaligen Zeit in Erstaunen versetzte. Karl Günther funktionierte schließlich das Gebäude zum Museum um und stellte hier Ende 1889 seine Stücke aus. Krönung der Sammlung war dabei das Totenbett von Abraham Lincoln, welches Günther bereits 1877 erworben hatte. Karl Friedrich Günther starb als wohlhabender und sehr angesehener Mann am 10. Februar 1920 in Chicago. Seine Sammlung wird heute im Chicago History Museum ausgestellt. 

Der ehemalige preußische Offizier und Mitglied des Bundes der Kommunisten, Friedrich Anneke, flüchtete 1849 nach Amerika. Der alte Kampfgefährte von Karl Marx und Friedrich Engels diente mit Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges in einem Artillerieregiment und übernahm später als Oberst das 34. Wisconsin Regiment. Anneke fiel ständig durch sein renitentes Verhalten auf und entwickelte im Laufe der Zeit einen regelrecht krankhaften Hass gegenüber einigen seiner Landsleute, denen in der Unionsarmee mehr Erfolg vergönnt war, als ihm selbst.

Karl Friedrich Theodor Anneke wurde am 31. Januar 1817 in Dortmund (seit 1815 preußische Provinz Westfalen) geboren. Sein Vater, ein preußischer Oberberginspektor, war mit seiner Frau aus der Mark Brandenburg nach Dortmund umgezogen. Fritz wählte die militärische Laufbahn und erhielt sein Leutnantspatent in der königlich - preußischen Artillerie. In diesem Rang diente Anneke bis zu seiner unehrenhaften Entlassung im Jahre 1846 im 7. Artillerieregiment, welches in Wesel stationiert war. Im selben Regiment versahen die späteren Auswanderer Joseph Weydemeyer und August Willich ebenfalls ihren Dienst. Während der Revolution 1848 / 49 wurde Anneke anfangs zum Kommandant der Kölner Bürgergarde gewählt. Seit 1847 gehörte Anneke zum Bund der Kommunisten. 1847 heiratete Anneke die gleichaltrige Mathilde Franziska, eine gebildete Frau, die seine Ansichten unerstützte. Im Verlauf der Revolution machte er sich als Führer der rheinischen Bewegung verdient. Anneke war Redakteur der demokratischen "Neuen Kölnischen Zeitung für Bürger, Bauern und Soldaten". Nach mehreren Verhaftungen, Verhören und Inhaftierungen, verließ Anneke gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern am 8. Oktober 1849 Europa. Im selben Jahr flüchteten auch die beiden Brüder Emil und Carl Anneke nach Amerika. Im November 1849 kamen die Annekes in New York an. Ein Jahr später siedelte die Familie nach Milwaukee, Wisconsin, über. 1855 brachte seine Frau Zwillinge zur Welt: Hertha und Irla. Nur drei Jahre später verloren die Annekes zwei ihrer Kinder durch eine Pockenepidemie. Erste Spannungen entstanden zwischen den Eheleuten. 1859 reiste Fritz nach Italien, um der Armee Garibaldis zur Hilfe zu eilen. Am 23. September 1861 kehrte er nach New York zurück, nachdem der Sezessionskrieg ausgebrochen war. Im Amerikanischen Bürgerkrieg erhielt er den Rang eines Obersten in der Artillerie von Wisconsin. Aufgrund ständiger Reiberein mit seinen Vorgesetzten, musste Anneke im April 1863 sein Kommando abgeben. Es wurde ihm sogar ein Prozess angehängt. Zuletzt hatte er das Kommando als Oberst über das 34. Wisconsin-Regiment. Der nie müde werdende Revolutionär und Ungeist isolierte sich zunehmend. Er trennte sich von seiner Frau und verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Chicago. Am späten Abend des 1. Dezember 1872 stürzte er auf dem Weg nach Hause und fiel in eine tiefe, unbeleuchtete Baugrube in der Marktstraße. Am nächsten Morgen konnte Friedrich Anneke nur noch tot geborgen werden. Seine Frau Mathilde, die streitbare Frauenrechtlerin und Journalistin, starb 1884 in Milwaukee.

Literaturhinweise: Anneke, Fritz, Der zweite Freiheitskampf der Vereinigten Staaten von Amerika, Frankfurt a. M. 1861. 

Gebhardt, Manfred, Mathilde Franziska Anneke, Berlin 1988.

In Camp Washburn, ganz in der Nähe von Milwaukee, konnte im November 1863 das 35. Wisconsin Infanterieregiment unter dem Deutschen Oberst Heinrich Orff (1826-1900) für einen Dreijahresdienst eingemustert werden. Die Einheit bestand zur Hälfte aus deutschen Siedlern und wurde bis zur Ausmusterung der Soldaten am 15. März 1866 auf zahlreichen Kriegsschauplätzen in Arkansas und Mississippi eingesetzt. Auch im 45. Wisconsin Infanterieregiment kämpften viele Deutsche unter dem Kommando von Oberst Gumal Hesse. Am 17. September 1864 übernahm der am 16. Februar 1817 in Schwedt geborene Heinrich F. Belitz das neuorganisierte 45. Regiment. Belitz, ein Teilnehmer an der Revolution von 1848, flüchtete 1851 nach Amerika. Im Manitowoc County, Wisconsin, erwarb er Land und war maßgebend an der Gründung der Stadt Kiel beteiligt. Im Oktober 1853 heiratete Belitz die aus Oldenburg stammende Helene Catherine Schlichting (1831-1910). Oberst Belitz wurde am 17. Juli 1865 aus dem Militärdienst verabschiedet. Heinrich F. Belitz machte sich in seiner neuen Heimat sehr verdient und bekleidete mehrere hohe politische Ämter. Am 31. März 1878 starb er in Kiel, Wisconsin, nachdem er von seiner Pferdekutsche gestürzt war. Die Familie Belitz hat bis heute eine weit verzweigte Nachkommenschaft, die alle auf Heinrich und Helene stolz zurückblicken können. Die Zusammensetzung der Freiwilligenregimenter von Wisconsin zeigt, dass nahezu in allen Einheiten deutsche Einwanderer dienten, aber praktisch keine „Reindeutschen“ Regimenter existierten. Wenigstens elf Infanterieregimenter und zwei Artilleriebatterien setzten sich überwiegend aus Deutschen zusammen. Die 12. Wisconin Artillerie Batterie war als die Plattdeutsche Batterie bekannt. Am 19. Juli 1862 übernahm Wilhelm Zickerick das Kommando über die Einheit. Geboren wurde er am 8. September 1825 in Grünrade, Kreis Königsberg, in Brandenburg, das sich heute als Grzymiradz in Polen befindet. Wilhelm leistete seinen Wehrdienst als Artillerist in der preußischen Armee und kam schließlich 1849 gemeinsam mit seiner Familie nach Amerika. 1853 heiratete er die ebenfalls aus Deutschland stammende Henrietta Zimmermann. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, von denen jedoch zwei bereits im Kindesalter verstorben sind. Als Kommandeur der 12. Wisconsin Batterie beteiligte sich Wilhelm Zickerick an zahlreichen Feldzügen der Cumberlandarmee. 1863 bis 1865 befehligte Zickerick die Reserveartillerie der Cumberlandarmee. Schließlich schied Hauptmann Zickerick nach mehreren Verwundungen am 7. Juni 1865 aus dem Militärdienst. Insbesondere bereitete ihm eine Kopfverletzung, die er bei Savannah erhalten hatte, große Schmerzen. Später wirkte er als evangelischer Pfarrer in Oshkosh, Wisconsin, wo er schließlich am 19. November 1906 in seinem Haus in der 28 Monroe Avenue verstarb. Seine Frau Henrietta war bereits 12 Jahre vor ihm verstorben.




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Heinrich F. Belitz mit seiner Familie während der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges. 

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