Der Autor

 

                            Tim Engelhart

    

Geboren wurde ich 1969 in Weimar. Nach den obligatorischen Schulbesuchen absolvierte ich mein Abitur und schloss später nach drei Jahren praktischer Baustellenarbeit ein Studium der Bauwirtschaft ab. Seitdem arbeite ich als Bauleiter in einem Tiefbauunternehmen in Thüringen.

Wie bitte? Bauwirtschaft und intensive Beschäftigung mit Geschichte, wie geht denn das? Seit Kindesbeinen galt meine Passion der amerikanischen Geschichte. Später spezialisierte ich mich auf die Geschichte der deutschen Emigranten und ihre Rolle während des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mein Interesse wuchs mit der kritischen Betrachtungsweise, die ich im Laufe der Zeit entwickelte. So ist auch mein neues Buch ein Quellwerk kritischer Geschichtsschreibung, welches den aktuellen Forschungsstand mit der historischen Darstellung verknüpft. Wer über das hegemoniale Gebaren der Vereinigten Staaten der Gegenwart nur noch den Kopf schüttelt wird überrascht sein, dass sich nahezu alle Verhaltensmuster mühelos in der Geschichte begründen lassen. Auch mein neues Buch beschreibt einige dieser „Phänomene“ auf erschreckende Weise. Aus der Sicht der Europäer, versteht sich.

Wer Geschichte umfassend darstellen will, verfälscht sie leider gleichzeitig. Diese offensichtlich unvermeidbare Antinomie war und ist die Plage der Geschichtswissenschaften. Auf der Suche nach der "objektiven" Wahrheit scheitert jeder früher oder später an seinen eigenen, immanenten Bewertungskriterien, die unbewusst im geistigen Hintergrund während der Analyse historischer Fakten ablaufen. Die Verselbständigung der logischen Schlussfolgerungen des Bewusstsein oder die unvermeidbare subjektive Interpretation jedes einzelnen, der die Faktenlage nach eigenem Ermessen bewertet? Wie man leicht erkennen kann, ist die Erklärung historischer Ereignisse und Sachverhalte wesentlich komplexer, als dies anhand einiger weniger Zahlen und Fakten auf den ersten Blick erscheint. Es ist nicht in meinem Interesse und hier schon überhaupt nicht der geeignete Ort, um wissenschaftliche Instrumente und Vorgehensweisen auf den Prüfstand zu stellen. Vielmehr muss bei jeder Ausarbeitung historischen Inhalts davon ausgegangen werden, dass Fehler unvermeidbar sind. Quasi die Schlussfolgerung aus den gewonnen Erkenntnissen, die wiederum das Ergebnis gründlicher Aufarbeitung sind. Verwirrend, nicht wahr?

Ich selbst muss mir heute kritisch eingestehen, dass einige Aussagen in Büchern oder Artikeln ansatzweise von Subjektivität geprägt waren, die allenfalls zur Aufforderung weiterer kritischer Betrachtungen dienen können. Damit ist das eigentliche Ziel in der Darstellung historischer Ereignisse wiederum erreicht: Die unterschiedliche, durchaus diametrale Betrachtungsweise vieler einzelner Personen, führt im Laufe der Zeit zu einer deutlichen Schärfe eines zum Teil weit zurück liegenden historischen Ereignisses. Die eigentliche Kunst besteht nun darin, die vielen sachbezogenen Interpretationen zu einem ausgewogenen und damit gerechten Gesamtbild zu vereinen, das viele - im Idealfall natürlich alle - Betrachtungswinkel ermöglicht. Geschichte ruht niemals. Sie ist streckenweise so lebendig wie die Gegenwart. Ihr einmaliger Vorteil liegt in dem ungeheueren Potential an Lehren und Erkenntnissen, die uns allen helfen können, unsere Gegenwart und unsere Zukunft zu meistern. 

Nachdem ich vor fast drei Jahrzehnten begonnen hatte, mich in die Geschichte der Deutschen Auswanderer nach Amerika zu vertiefen, konnte ich nicht ahnen, zu welch einer Flut an Informationen es im Laufe der Zeit kommen sollte. Recherchen in der ehemaligen DDR waren nahezu ausnahmslos von Erfolglosigkeit begleitet. Über einen minimalen Informationsgehalt gingen neue Erkenntnisse nur selten hinaus. Dies änderte sich mit der Auflösung der DDR und der Verschmelzung beider deutscher Staaten zu einer gemeinsamen BRD. Aber erst mit Beginn des Internet-Zeitalters fielen die letzten Schwierigkeiten, die naturgemäß mit dem Thema verbunden sind. Jetzt konnte man innerhalb kürzester Zeit Kontakt zu Institutionen, aber auch zu anderen Interessierten in aller Welt aufnehmen. Die "Informationsflut" erhielt nun eine präzise Richtung und wuchs stetig an. Dennoch bleiben viele Fragen. Nicht in jedem Fall lassen sich alle Fakten und Biographien, die mit dem Thema verbunden sind, lückenlos klären. Aber eines ist gewiss: Ich bleibe dran!

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Wer Interesse an der Thematik hat, kann sich mit mir in Verbindung setzen. Ich freue mich über jede Anfrage, Hinweis oder Beitrag. Z.Z. recherchiere ich über die verschiedenen Waffensysteme, welche im US - Bürgerkrieg zur Anwendung gelangten. Wer interessante Modelle in seiner Sammlung besitzt, und diese ggf. für Artikel zur Verfügung stellen möchte, sollte mich kontaktieren. Danke.

 

An dieser Stelle möchte ich allen Interessierten und Beteiligten dieser Homepage danken. Namentlich Stefan Papp Jr. für ihre wertvollen Hinweise.

 

Historische Filme mit militärischem Inhalt leben von Statisten. Allein für die Produktion "GETTYSBURG" zogen 13.000 Statisten in nachgestellte Schlachten. Die Ausrüstung brachten sie gleich von zu Hause mit. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass uns Filme auch nach über 140 Jahren ein authentisches Bild dieser kriegerischen Auseinandersetzung vermitteln können.

Die Darstellung historischer Ereignisse in originalen oder originalgetreuen Uniformen, stellt für mich eine signifikante Bereicherung hinsichtlich der theoretischen Beurteilung historischer Zusammenhänge dar. Die Vergangenheit "begreifen", historische Abläufe weitestgehend objektiv bewerten, dies alles sind untrennbare Bestandteile einer kontemplativen und überzeugenden Darstellung von Ereignissen, die längst unserem Bewusstsein entrückt sind. Zugegeben, anfangs habe ich Reenactment Darstellungen relativ kritisch gegenüber gestanden. Heute schätze ich die Detailversessenheit einiger Darsteller, die in der Verknüpfung mit historischem Sachverstand ihre Glaubwürdigkeit mehr als einmal unter Beweis gestellt haben. Weiter so!

 

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