Zum Schießen fast zu schade

 

Die wechselvolle Geschichte und Technik des breech loading Burnside carbine

 

Unter den zahlreichen Varianten von Karabinern, die speziell im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) eingesetzt wurden, erfreute sich auch der Burnside Karabiner einer großen Beliebtheit. In der Verkaufliste der US - Armee rangierte er immerhin auf Platz Drei, gleich hinter Sharps – und Spencer Karabinern. Zwischen Januar 1861 und Juni 1866 wurden insgesamt 55.567 Burnside Karabiner verkauft. Die Waffen zeichnen sich neben ihrer anspruchsvollen Optik vor allen Dingen aber durch hohe Funktionalität aus. Ambrose Everett Burnside, ein West Point Absolvent aus Indiana, tüftelte gemeinsam mit seinen Konstrukteuren zwischen 1856 und 1863 an insgesamt fünf Varianten des nach ihm benannten Karabiners. Die Krönung seiner Entwicklung ging schließlich im April 1863 als fifth model in Serie, obwohl A. E. Burnside sich zum damaligen Zeitpunkt längst aus dem Geschäft zurückgezogen hatte. Nach zahlreichen Feldversuchen bewehrte sich die endgültige Variante dieses Dreh - Kipp Perkussionshinterladers im Kaliber .54. Bei der Unmenge an ähnlichen oder vergleichbaren Modellen von Karabinern kopierte jeder ein bisschen von Mechanik und Optik des anderen. Tatsächlich orientierte sich auch Burnside anfangs am Hall breech loading carbine von 1833, der seinen Verschlussblock durch einen Hebelzug nach oben herausschwang. Burnside verbesserte die Idee dahingehend, dass er, zusätzlich inspiriert vom Perry Karabiner 1855, sein Model nunmehr mittels eines Bügels den Verschlussblock aus dem Gehäuse drehen ließ. So erinnert das Vorkriegsmodel von 1856 wohl eher an eine Mischung aus Henry Gewehr und Perry Karabiner. Sein Patent mit der Nummer 14.491 vom 25. März 1856 war der Grundstein für alle weiteren Modelle, die mit dem Aussehen der Vorkriegsvariante nichts mehr gemein hatten. Der Burnside Karabiner in seiner fünften Auflage ist das Produkt umfangreicher Feldversuche und dem ständigen Drang nach Perfektionierung. Und tatsächlich, die Waffe vereint technische Raffinessen eines Einzelladers, die auf die praktischen Bedürfnisse ausgerichtet waren. Ganz im Stile der stark beanspruchten Kavallerie misst der führige Karabiner 100 cm im Ganzen. Der gebläute Lauf mit fünf Zügen ist mit 21 Zoll ( 53,34 cm) nur etwas kürzer als beim ebenfalls beliebten Sharps Karabiner. Mit 3,2 kg Gewicht konnte der Burnside Karabiner in nahezu allen Situationen problemlos eingesetzt werden. Auffallend ist dabei, dass trotz des  Vorderschaftes aus Nussbaum, die Waffe als geradezu filigran daherkommt. Sie wirkt aufgrund der schlanken Form zerbrechlich und erweist sich dennoch als äußert robust. Gerade diese Form war bei der US – Kavallerie sehr beliebt, die oft genug mit ihrer sperrigen Ausrüstung überfrachtet wurde. Bereits im April 1860 ließ der begabte Konstrukteur George P. Foster eine Verriegelungskralle patentieren, die direkt in den Unterhebel integriert war. Das umständliche Verriegeln mittels seitlichen Hebels war dadurch entfallen. Zeitgleich mit dieser Neuerung ließ sich Foster seine konisch konstruierte Patrone mit Messinghülse eintragen, die ausschließlich im Burnside Karabiner verwendet werden konnte. Nachdem die Verriegelungskralle den Unterhebel freigab, schwang sich der feuergehärtete Verschlussblock in einer Kipp - Drehbewegung nach oben aus dem Systemgehäuse heraus, und gab das Patronenlager frei.

Oberst Ambrose E. Burnside mit Offizieren seines Regimentes

 

Nach einigen anfänglichen Klemmern der Patrone zwischen Verschluss und Lauf löste schließlich ein gewisser George R. Bacon Anfang 1863 das Problem, indem er eine Führungschraube in den Systemkasten setzte, die dem drehenden Verschlussblock eine exakte Führung verlieh. Der Verschlussblock erhielt eine Führungsnut, die elliptisch um etwa 70 Grad abwinkelt. Auf diese Weise wurde die Patronenkammer anfangs in eine Drehbewegung von etwa 35 Grad gezwungen, um anschließend fast rechtwinklig nach unten aus dem Gehäuse zu kippen. Das Verkanten der Patrone im Lauf war dadurch weitestgehend beseitigt worden. Arretiert wurde der gesamte Verschlussblock mittels Verriegelungsbolzen mit Flügel, der ähnlich wie beim Sharpsgewehr unterhalb des Systemgehäuses angebracht war. Durch ein drehbares Verschlusselement war der gesamte Block flexibel genug, um die Patrone ohne Schwierigkeiten von oben einführen zu können. Gezündet wurde die Patrone dann über ein ganz normales Zündhütchen, welches auf das Piston im Verschlussblock aufgesetzt werden musste. Die Konstrukteure der Burnside Rifle Company hatten ganze Arbeit geleistet. Im September 1863 bestellte US – General George D. Ramsay im Auftrag des Kriegsministeriums 12.500 neue (5. Modell) Karabiner. Wenigstens 2.500 pro Monat zu einem Stückpreis von 25 Dollar wurden vereinbart. Bis zum 13. Februar 1865 wurden schließlich 43.344 Burnside Karabiner der fünften und damit erfolgreichsten Variante an die US – Armee verkauft. Die Waffen wurden jeweils mit Ersatzpiston, Pistonschlüssel, Laufreiniger und Schraubendreher ausgeliefert. Außerdem lagen aller zehn Karabiner eine Schlossfederkralle und Kugelzange bei. Während viele Truppenteile mit ihren schlanken Burnsidekarabinern äußerst zufrieden waren, wollten sich andere Einheiten überhaupt nicht an die Waffe gewöhnen. Trotz der absolut durchdachten Konstruktion trübten einige Probleme nach wie vor das Erscheinungsbild des Karabiners. Nach einigen Schüssen konnte sich der Verschlussblock derart erhitzen, dass die leeren Messinghülsen nur mit Verbrennungen an den Fingern entnommen werden konnten. War der Burnside Karabiner erst einmal mit einer Patrone geladen, ließ sich diese durch die Dreh - und Kippbewegung nur schwer wieder entfernen. Beim Entladen einer nicht verfeuerten Burnsidepatrone konnte es schon mal vorkommen, dass sich das Bleigeschoss von der Messinghülse verabschiedete. Andererseits bewirkte die Wulst am Hülsenmund eine nahezu perfekte Gasabdichtung und erhöhte dadurch die Präzision entscheidend. Ein Problem, dass den ganzen Krieg über beispielsweise beim Sharpsgewehr niemals zufrieden stellend gelöst werden konnte. Die Schießergebnisse des Burnside Karabiners konnten sich durchaus sehen lassen. Der erste Schießmarathon brachte im März 1856 recht akzeptable Ergebnisse. Major William H. Bell vom US - Zeugamt stellte nach 60 Runden fest, dass sich der Verschluss kaum erhitzte und nahezu perfekt arbeitete. Er hatte dabei eine Laborierung von 50 grains Schwarzpulver verwendet, die ein Miniè Geschoss im Kaliber .50 tüchtig auf Touren brachte. Besonders strich er die Tatsache hervor, dass die Messinghülse auch im strapaziösen Feldeinsatz mehrfach wieder geladen werden konnte. Der Chef des Zeugamtes, Oberst Henry Knox Craig, zeigte sich äußerst zufrieden mit den Ergebnissen und setzte den Burnside Karabiner ganz oben auf seine Einkaufsliste. Ein weiterer Bericht vom Oktober 1860 verdeutlichte Präzision und Durchschlagskraft des Burnside Karabiners auf  eine andere Weise: Ein Jäger hatte einen Bison auf eine Entfernung von 800 Yards (etwa 730 m) mit einem einzigen Schuss getötet. Das Projektil war dabei durch den massigen Körper des Tieres gedrungen und auf der anderen Seite in der dicken Haut stecken geblieben. Mit dem Ende des Bürgerkrieges 1865 ging das Interesse am Karabiner spürbar zurück. Nur noch vereinzelt wurde die Waffe bei der Eroberung des Kontinentes verwendet. Im Juli 1866 unternahm George P. Foster noch einmal den Versuch, durch eine Verbesserung im Verschlussblock die Waffe erfolgreich umzurüsten. Sein Patent mit der Nummer 56.399 sah einen Hülsenauswerfer mittels Federkraft vor, der jedoch nicht mehr in Produktion ging. Mittlerweile hatten  mehrschüssige Gewehre und Revolver die Führung auf der Beliebtheitsskala übernommen. Einschüssige Modelle wie etwa der Burnside wanderten in die Arsenale und verschwanden in privaten Sammlungen.

 

       

links: Brigadegeneral George Douglas Ramsay (1802 - 1882) bestellte 1863 eine große Stückzahl von Burnside Karabinern.

rechts: Oberst Henry Knox Craig (1791 - 1869) förderte als Chef des US - Zeugamtes (1851 bis 1861) den Einsatz der Burnside's.

 

 

der Burnside Karabiner

Heute erfreuen sich gut erhaltene Burnside Karabiner steigender Beliebtheit. Auf internationalen Auktionen erzielen die Karabiner problemlos Beträge zwischen 1.800 und 4.000 Dollar. Ist die Waffe vom staatlichen Beschußamt freigegeben, können mit eigens gedrehten Messinghülsen und geringen Ladungen mit Dämmpfropfen immer noch ganz passable Ergebnisse erzielt werden. Einige Schützen in Übersee benützen sogar Rundkugeln im Kaliber .562, die sie aus preisgünstigen Plastikladehülsen mit Ladungen von etwa 37 grains FFF Pulver verfeuern. Die meisten stolzen Besitzer eines über 140 Jahre alten Karabiners scheuen sich jedoch davor, ihr fragil anmutendes Schmuckstück mit Pulver und Blei zu malträtieren. Zum Schießen fast zu schade, denkt sich da so mancher.     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Pro und Kontra Meinungen von Kriegsteilnehmern

 

William Stedman (1815 - 1869), Oberst der 6. Ohio Kavallerie, erklärte im November 1863, dass der Burnside Karabiner dem Sharps weit unterlegen sei. Seiner Meinung nach sollten die Burnside Karabiner alle verschrottet werden. Stedtmann hatte vor dem Krieg als Farmer und Händler gearbeitet.

 

James M. Ruggles (1818 - 1901), Oberstleutnant der 3. Illinois Kavallerie, schrieb im gleichen Monat, dass seine Männer mit ihren 114 Burnsides sehr zufrieden sind. Sie waren leicht, schossen gut und die Munition war sicher verpackt.

 

 

Erfinder mit Führungsschwäche

Ambrose Everett Burnside wurde am 23. Mai 1824 in Liberty, Union County in Indiana geboren. Sein Vater hatte in South Carolina mit Sklaven eine Plantage bewirtschaftet. Mit der Umsiedlung nach Indiana ließ er kurzerhand alle Sklaven frei. Durch die politischen Beziehungen seines Vaters konnte sich Ambrose 1843 in der renommierten Militärakademie West Point einschreiben lassen, die er 1847 als Unterleutnant verließ. Ambrose wurde zur 2. Artillerie versetzt. Später diente er an der Südwestgrenze mitten in Indianergebiet. Hier wurde er 1849 während eines Gefechtes mit Apachen leicht verletzt. Angeblich soll ihm aufgrund seiner Erfahrungen an der Grenze die Idee zur Verbesserung des Hall Hinterladers gekommen sein. Im Sommer 1853 quittierte Burnside seinen Dienst, um Waffenkonstrukteur zu werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verschaffte ihm die Heirat mit der wohlhabenden Mary Richmond Bishop finanzielle Spielraum. Gemeinsam mit einem neuen Verwandten gründete Burnside 1854 die Burnside & Bishop Company in Bristol, Rhode Island. Anfangs gingen die Geschäfte ganz gut. Zwischenzeitlich beschäftigte Burnside bis zu 60 Mitarbeiter. 1855 wandelte sich das Geschäft in Bristol Firearms Co. um. Burnside wurde Schatzmeister. Einige begabte Techniker und Konstrukteure konnten für das neue Unternehmen gewonnen werden, darunter Charles W. Jackson, der später Burnsides Posten übernehmen sollte und einige wichtige Verbesserungen des Gewehres vorantrieb. 1858 gingen die Geschäfte derart schlecht, dass Burnside alle Rechte an seine Partner und Gläubiger verkaufte und sich aus dem Geschäft zurückzog. Er wandte sich dem Eisenbahnbau zu, wurde später zum Generalmajor der Miliz von Illinois ernannt und kandidierte als Demokrat für den Kongress. Mit den Befugnissen eines Kommandeurs der Miliz ausgestattet, verordnete er kurzerhand seinen Karabiner den Infanterieregimentern des Bundesstaates. Dabei sollten je sechs Soldaten in der Kompanie mit einem Karabiner der 2. Modellreihe bewaffnet werden. Ausgerechnet nachdem Burnside sich aus der Waffenbranche zurückgezogen hatte, begannen die Geschäfte wieder besser zu laufen. Im Mai 1861 gründete sein ehemaliger Partner Jackson die Burnside Rifle Company in Providence, R.I. Ab jetzt liefen die Patente und Neuerungen auf Hochtouren. Bis Februar 1865 hatte die Firma einen Gesamtumsatz von über 1.3 Mio. Dollar erwirtschaftet. Burnside hatte unterdessen versucht, Karriere in der Unionsarmee zu machen. Bereits im August 1861 wurde er zum Brigadegeneral der Freiwilligen ernannt, im März 1862 folgte die Beförderung zum Generalmajor. Obwohl es ihm an Ideen niemals mangelte war er zeitlebens durch Entscheidungs- – und Führungsschwäche gehandicapt. Im November 1862 wurde ihm gegen seinen Willen das Kommando über die 120.000 Mann starke Potomacarmee übertragen. Bei Fredericksburg trieb er scharenweise seine Männer in das tödliche Feuer des Feindes. Seine Absetzung folgte prompt. General U. S. Grant urteilte später in seinen Memoiren über ihn: „General Burnside war als Offizier im allgemeinen beliebt und geachtet; er eignete sich jedoch nicht zum Befehlshaber einer Armee. Niemand wußte dies besser, als er selbst. Er gab stets die von ihm gemachten Fehler zu und entschuldigte diejenigen der unter ihm dienenden Offiziere über das Maß hinaus, auf welches sie Anrecht hatten. Es war kaum seine eigene Schuld, dass er immer zu einem besonderen Commando ernannt wurde.“ Nach dem Krieg arbeitet er wieder für die Eisenbahn und wirkte später als Governeur von Rhode Island. 1874 wurde er zum Senator von Rhode Island gewählt. Ambrose Everett  Burnside starb 57 jährig am 13. September 1881 in Bristol, Rhode Island. Bekannt wurde der Konstrukteur und Militär nicht zuletzt durch seinen hervorstechenden Backenbart, der bald darauf als „sideburns“ in aller Munde war.

Charles W. Jackson, der spätere Firmeneigentümer.

 

Breite Modellpalette

Der ursprüngliche Burnside Karabiner ging auf das Patent von Ambrose E. Burnside am 25. März 1856 zurück. Seit zwei Jahren hatte er in seiner Firma Burnside & Bishop daran gearbeitet. Der Hinterlader wurde über einen Bügel betätigt, der den gesamten Verschlussblock in einem Winkel von etwa 40 Grad herausdrehte. Verriegeln ließ sich der Block durch einen seitlich montierten Hebel, der mit dem Daumen bedient werden konnte.

Noch im gleichen Jahr kam das erste Modell auf den Markt, dass die typische Form eines Burnside Karabiners aufwies. Zwischen 1856 und 1858 wurden etwa 300 Karabiner im Kaliber .54 ohne Vorderschaft hergestellt und verkauft. Die Waffe wurde immer noch seitlich verriegelt und besaß eine einfache, nicht verstellbare Kimme.

Bis März 1862 wurden insgesamt 1.380 Exemplare des zweiten Modells an die Armee verkauft. Die Waffe hatte bereits die Verriegelungskralle im Abzugsbügel, die auf das Patent Nummer 27.874 von George P. Foster vom 10. April 1860 zurückging. Der Karabiner besaß nach wie vor keinen Vorderschaft. Bei einigen Modellen konnte beispielsweise ein Ersatzpiston in der Kolbenplatte verstaut werden. Die Waffe kostete 35,75 Dollar. Der Chef des Zeugamts, Oberst Henry K. Craig, war derart begeistert vom zweiten Modell, dass er im Juni 1858 Waffen und Munition im Wert von 45.000,00 Dollar bestellte. Im Juni 1862 lief die Produktion des dritten Modells an. Die Variante hatte nun einen Vorderschaft, der durch ein Laufband und einer Schraube gehalten wurde. Der Verschlussblock wurde immer noch von einer einfachen Schraube an der Unterseite des Gehäuses arretiert. Tatsächlich erreichten nur 800 Karabiner die Front. Im Oktober 1862 ging das vierte Modell  in Serie. Es war spürbar verbessert worden. Dr. Issac Hartshorn, ein Konstrukteur mit großem politischen Einfluss, verlieh mit dem Patent Nummer 38.042 vom 31. März 1863 dem vierten Modell den letzten Schliff. Der Verschlussblock klappte weiter aus dem Gehäuse heraus und seine Arretierung übernahm nun ein Dorn mit Flügel, der außerdem das Zerlegen der Waffe erleichterte. Bis zum April 1863 konnten 6.954 Modelle verkauft werden. Anfangs kostete das Modell 30,00 Dollar. Die letzten Exemplare kaufte die Armee schließlich für 25,00 Dollar ein.

Burnside Karabiner mit geöffnetem Verschluss

Am 15. April 1863 lieferte die Burnside Rifle Co. in Providence Phode Island erstmals 545 Karabiner des fünften Modells an die US – Armee. Diese Waffe war der eigentliche Verkaufsschlager. Im Gehäuse hatte nun eine Führungsschraube ihren Platz, um dem Verschlussblock den „richtigen Dreh“ zu verleihen. Am 13. Februar 1865 wurden die letzten 800 Karabiner von insgesamt 43.344 Waffen an die Armee verkauft. Der Preis wurde ab August 1864 von 25,00 Dollar auf 19,00 Dollar pro Stück gedrückt.

Relativ unbekannt sind die Gewehre, die Burnside für die Marine anfertigen ließ. Keine 900 Stück konnten bis 1861 hergestellt und verkauft werden. Die Marineversion war 122 cm lang und hatte einen 29 Zoll Lauf (73,66 cm) mit 5 Zügen. Das Gewehr verschoss ein 491 grains schweres Projektil im Kaliber .58. Die Rifle ähnelte dem dritten Modell und hatte am Laufende eine Bajonetthalterung

 

Übersichtsdaten

Modell: Burnsidekarabiner, 5. Modell 1863

Kaliber: .54

Kapazität: 1 Schuß (Einzellader)

Gesamtlänge: 99,5 cm

Lauflänge: 53,3 cm

Züge: 5, rechts

v0: rund 360 m/s

Leergewicht: 3,2 kg

Ausführung: Dreh/Kipp Perkussionshinterlader

Klappenvisier für 100 (91,44 m) bis 500 Yards (457,2 m)

Verkaufspreis im Jahre 1864: 25,00 $ (zum Vergleich: der monatliche Sold eines Unionssoldaten betrug 16,00 $)

Preise im Jahre 2005: auf Auktionen zwischen 800 und 4.500 $

 

 

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