Deutsche in konföderierten Regimentern

 

Großzüge Schätzungen sprechen von etwa 10.000 Deutschen, die freiwillig oder unter Zwang ihren Dienst versahen. Statistisch betrachtet war allerdings die Kriegsbeteiligung der Deutschen im Norden mit rund 3 Prozent nur unwesentlich höher, gemessen an der Bevölkerungsstärke der Einwanderer. Leider verrät eine solche Zahl nichts über die Motivation der Beteiligten und lässt zunächst kaum Unterschiede vermuten. Mit großer Sicherheit hat es eine nicht unbedeutende Anzahl an eingewanderten Deutschen gegeben, die aus Überzeugung die Unabhängigkeitsbestrebungen ihrer neuen Heimat (Südstaaten) unterstützten. Die meisten waren auch zur militärischen Verteidigung bereit. Einige Priviligierte von ihnen besaßen-wie damals völlig normal-Sklaven für die Bewirtschaftung der Ländereien. Aber es gab auch viele Deutsche, die mit Beginn des Konfliktes in den Norden reisten, weil sie sich der Sache der Union verpflichtet fühlten.

Nachfolgend soll kurz auf einige militärische Verbände der konföderierten Armee eingegangen werden, in denen deutsche Einwanderer gemeldet waren. Auffallend ist dabei, dass es nicht ein einziges Regiment gegeben hat, in welchem ausschließlich Deutsche dienten. Ihre Beteiligung ging niemals über Kompanie- oder Schwadronstärke hinaus. Grundsätzlich bestand in den Südstaaten eine latente Ablehnung gegenüber den Einwanderern mit deutscher Sprache. In einigen Fällen kam es auch zu offen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen autochthonen Südstaatlern und Zuwanderern. Die starke Sympathie zahlreicher Deutscher mit der Sache der Union war in der Konföderation nicht unbekannt und führte daher zu Ressentiments, die auch nach Kriegsende das Zusammenleben erschweren sollten. Die nachfolgende Zusammenstellung muss leider unvollständig bleiben, da relativ wenig Informationen zum Thema existieren bzw. bislang veröffentlicht wurden.

 

South Carolina

Alabama

Georgia

Louisiana

Texas

Virginia

Tennessee

 

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